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EEG-Novelle: Gute Signale für die Bioenergie

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am Mittwoch, 18.11.2020 - 14:40

Im neuen Jahr kommt ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Branche wartet mit Spannung auf die neuen Regelungen. Es wird ein Schub für die Bioenergien erwartet.

Windkraftanlagen

Klimaschutz ist dringlicher denn je. Und die erneuerbaren Energien sind ein wichtiger Baustein, um der Klimakrise Herr zu werden.

Mit der Novelle des EEG ist ein wichtiger Schritt getan, immerhin soll die Energieversorgung bis 2050 komplett klimaneutral sein. Die Erneuerbaren sind dabei bis zum Jahr 2030 so eingeplant, dass sie 65 Prozent des deutschen Stromverbrauchs abdecken.

Der Entwurf des Gesetzes legt fest, welchen Anteil die einzelnen Energieträger daran haben sollen und welche Ausschreibungsmengen dafür bis 2028 notwendig sind: Für Biomasse sind das jährlich 500 MW. Zur Erreichung der Klimaschutzziele wurde die Biomasse explizit als notwendiger Bestandteil des Erneuerbare-Energien-Mix aufgeführt. Für Landwirte, die etwa auf Energie aus Gülle und Pflanzen setzen, sind das gute Nachrichten.

EEG 2021: Blick auf Wind und Sonne

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) bewertet den BMWi-Entwurf kritisch und fordert vor allem in drei Punkten Nachbesserungen:

  • Die Ausweitung der Auktionen auch auf kleinere PV-Anlagen-Größen: Der BSW kritisiert hierbei besonders die schnelle Absenkung der Bagatellgrenze zur Teilnahme an Auktionen von derzeit 750 kWp auf 500 kWp (Kilowattpeak). So gelte für rund 30 Prozent des bisherigen Solardachmarkts weiterhin die Ausschreibungspflicht. Die Aufstockung der Auktionsmengen werde wiederum von der förderbaren Solarstromleistung kleiner Solardächer abgezogen.
  • Solaranlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen: Künftig soll selbst genutzter Solarstrom mit 40 Prozent der EEG-Umlage belegt werden (rund 3 Cent/ kWh). Dies mache eine Aufrüstung mit Stromspeichern jedoch unrentabel und stellt laut BSW eine Hürde zum Weiterbetrieb für einige Hunderttausend Solaranlagenbetreiber dar.
  • Auflagen zur Messung und Regelung von kleinsten Solarstrommengen sind laut BSW problematisch. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum selbst eine Handvoll Solarmodule auf Eigenheimen künftig mit teuren Messsystemen ausgestattet werden sollen. Das erhöht weder die Netzstabilität noch die Systemeffizienz und ist gänzlich unverhältnismäßig“, so BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Stattdessen sollten Standardlastprofile für Prosumer genutzt werden. Größere Solarstromanlagen ließen sich über die bewährte Wirkungsleistungsreduzierung regeln und für Netzbetreiber vorhersehbar machen.

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