Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Flexibilisierung

EEG-Reparaturgesetz: Aus für die Flexibilisierung von Biogas?

Drei Biogasanlage auf einem landwirtschaftlichen Betrieb
am Mittwoch, 28.04.2021 - 14:00 (Jetzt kommentieren)

Das Bundeskabinett hat gestern den Entwurf des EEG-Reparaturgesetzes beschlossen. Doch was bedeutet das für Biogasanlagenbetreiber?

In dem Kabinettsentwurf zum EEG-Reparaturgesetz werden auch marginale Korrekturen am Investitionszuschuss für flexible Biogasanlagen vorgenommen. Diese Anpassungen sind jedoch aus Sicht der Bioenergieverbände bei Weitem nicht ausreichend. „Die beschlossenen Änderungen beim Flexibilitätszuschlag für Biogasanlagen im zweiten Vergütungszeitraum sind nur Kosmetik, die das eigentliche Problem nicht lösen“, sagt Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie.

Reparaturgesetz-Entwurf: Investitionszuschuss nicht für alle

Laut Entwurf sollen künftig nur jene Anlagen von dem Investitionszuschuss für die Bereitstellung flexibler Biogas-Leistung profitieren, die bereits vor Inkrafttreten des EEG 2021 an einer Ausschreibung teilgenommen hatten. Mehrere tausend Anlagen, die erst an künftigen Ausschreibungen teilnehmen möchten, könnten weiterhin den Flexibilitätszuschlag nicht oder allenfalls nur anteilig erhalten.

Damit ist ein Hauptanliegen der Branche nicht aufgegriffen worden. Die Wirtschaftlichkeit der Flexibilisierung von Biogas und damit auch der Weiterbetrieb tausender Anlagen stehen damit vor dem Aus.

Biogasanlagen: Flexibilitätszuschlag unerlässlich

Der Flexibilitätszuschlag ist laut Branche für den Weiterbetrieb der Anlagen und die Deckung laufender, wiederkehrender und neuer Kosten über die Betriebsdauer hinweg absolut unerlässlich. „Die damals allzu hastig und unreflektiert ins EEG 2021 aufgenommene Regelung konterkariert die erklärten Ziele des Bestandserhalts und der Förderung der Flexibilisierung von Biogas, die mit der EEG-Novelle 2021 verfolgt wurden. Jetzt nicht die Chance zur Nachbesserung zu ergreifen, ist fahrlässig“, sagt Rostek.

Die Branche appelliert daher nun an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, das bevorstehende parlamentarische Verfahren für diese Anpassung zu nutzen. „Bundesweit haben wir für dieses Anliegen gerade seitens der Parlamentarier viel Unterstützung erfahren – jetzt ist die Gelegenheit zum Handeln“, betont Rostek

Mit Material von Hauptstadtbüro Bioenergie

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...