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Erneuerbare Energien

Die EEG-Umlage geht 2019 leicht zurück

Freiflächen-Photovoltaikanlage
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
15.10.2018

Die EEG-Umlage sinkt 2019 um knapp 6 Prozent auf 6,405 ct/kWh. Das hat die Bundesnetzagentur heute bekannt gegeben.

Die Umlage dient der Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vergüteten Stroms.

Sie wird jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von gutachterlichen Prognosen festgelegt und bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht die ordnungsgemäße Ermittlung. Aktuell liegt die Umlage bei 6,792 ct/kWh. Im kommenden Jahr sinkt die Abgabe zum zweiten Mal in Folge. Im Jahr 2010 hatte die EEG-Umlage allerdings erst 2,15 ct/kWh betragen.

Finanzielle Reserve wird verkleinert

Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben die in den letzten Jahren umgesetzten Reformen die Kostenentwicklung des EEG stark gedämpft.

Mit der Umstellung auf Wettbewerb und Ausschreibungen sind die Förderkosten günstig geworden. Dies trägt zum Rückgang der Umlage 2019 bei, der maßgeblich auf die deutlich gestiegenen  Börsenstrompreise zurückzuführen ist.

Ein weiterer dämpfender Effekt für die EEG-Umlage 2019 ist ein hoher Stand des EEG-Umlagekontos, so die Behörde. Er betrug zum Stichtag 30. September 3,65 Mrd. Euro. Dieser positive Saldo fließt senkend in die Berechnung der EEG-Umlage 2019 ein.

EEG-Zubau von knapp 6 Gigawatt erwartet

Für das Jahr 2019 rechnen die Übertragungsnetzbetreiber mit einem weiteren Zubau von Erneuerbaren­-Anlagen in Höhe von knapp 6 GW.

Die erwartete Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt auf 217 TWh. Alles in allem prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2019 einen Gesamtzahlungsanspruch aller Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,1 Mrd. Euro. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 7,8 Mrd. Euro für den erneuerbaren Strom gegenüber.

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