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Biogas

EEG: Verfassungsrechtliche Beschwerde eingereicht

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von , am
20.05.2015

Durch die Novelle des EEG sind bei den Betreibern von Biogasanlagen erhebliche Umsatzeinbußen entstanden. Gestern wurde jetzt eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Enttäuscht sind die Bioenergieverbände über den Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes, weil darin Biogas weiterhin schlecht weg kommt. © Mühlhausen/landpixel
Durch das am 1. August 2014 in Kraft getretene EEG und der Erhebung einer Höchstbemessungsleistung wird der Bestandsschutz von Biogasanlagen verletzt und die gesetzlich garantierte Vergügung des erzeugten Stroms drastisch gekürzt.

Der Verein Nachhaltige Energien e.V. hat gestern eine verfassungsrechtliche Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Damit will er den Gesetzgeber daran erinnern, dass er für die Investitionssicherheit in den Vorgängergesetzen des EEG 2014 ein Versprechen abgegeben hat.

Die Begrenzung der sogenannten Höchstbemessungsleistung auf 95 Prozent der bisherigen Anlagenleistung führt zu einem Einbruch der Umsätze vor allem von kleineren und mittleren Betreiber.

Verluste in Milliardenhöhe

Die Verfassungsbeschwerde trifft auf große Unterstützung aus der gesamten Branche. Allein für die Mitglieder des Verein Nachhaltige Energien e.V. liegen die Verluste hochgerechnet pro Jahr bei rund 5,5 Millionen Euro. Durch die Einführung der Höchstbemessungsleistung verzeichnet ein optimal arbeitender Biogasproduzent bei einem Marktpreis von 4 Cent pro Kilowattstunde ein jährliches Minus von 27.000 Euro.
 
Betroffen sind vor allem Betreiber, die erst kürzlich in hochwertige Technik investiert haben, um ihre Anlagen besonders gut auszulasten. Sinnvolle Anlagenerweiterungen und Effizienzsteigerungen werden damit unwirtschaftlich, da die Beschränkung zum Zeitpunkt der Planung und Installierung nicht absehbar war und ein erheblicher Gewinnanteil durch den Gesetzgeber im Nachhinein gestrichen wurde. Die mit der EEG-Novellierung eingeführte Höchstbemessungsleistung stellt aus Sicht der Klagegemeinschaft einen rechtswidrigen Eingriff in das von Art 14 Grundgesetz geschützte Eigentum dar.
 
In der Verfassungsbeschwerde soll der Nachweis geführt werden, dass sich die Beschränkung überhaupt nicht auf die EEG-Umlage auswirkt.

Maisgebiss Orbis 900 von Claas

Durch das neue integrierte Transportsystem entfällt das separate Transportfahrwerk. © Schranz
Der Gutfluss im neun Metern breiten Spitzenmodell Orbis 900 findet ausschließlich längs statt. © Schranz
Durch den Pendelausgleich passt sich das Orbis 900 auch ungleichmäßigem Gelände gut an. © Schranz
Die Schmierpunkte für den Klapp-Mechanismus sind gut zu erreichen. © Schranz
Bei einer Straßenfahrt presst die Hydraulik die Räder mit 80 bar auf die Straße. © Schranz
Das Orbis 900 und 750 klappt zum Straßentransport die Seitenteile übereinander, das 600 und 450 nach oben. © Schranz
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