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Solar

Einspeisemanagement auch für kleine Photovoltaikanlagen

von , am
28.12.2012

Berlin - Ab dem 1. Januar 2013 müssen Photovoltaikanlagen in Deutschland am gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisemanagement teilnehmen.

Ab 01. August tritt die Novelle des EEG in Kraft. © berlin-pics/pixelio.de
Die Regelung gilt für alle neuen Photovoltaikanlagen sowie für die rund 150.000 Erzeuger von Solarstrom, die im Jahr 2012 eine kleine Anlage installiert haben. Für sie endet zum Jahreswechsel die Übergangsfrist.
 
Die Betreiber dieser kleinen Solarstromanlagen können wählen zwischen Einspeisemanagement oder einer Begrenzung auf 70 Prozent der Anlagenleistung. Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hängt die Entscheidung von den Umständen im Einzelfall ab, zum Beispiel von den Anforderungen der Netzbetreiber.

Übergangsfrist endet zum Jahreswechsel

Wer eine Photovoltaikanlage nach dem 1. Januar 2013 neu in Betrieb nehmen will, sollte BSW-Solar zufolge bereits bei der Anschaffung mit dem Fachbetrieb über die verschiedenen Möglichkeiten sprechen. Je nach Variante könne die Wahl der einzelnen Komponenten des Solarsystems anders ausfallen. Zum Beispiel könne ein Wechselrichter gewählt werden mit erhöhtem Leistungsspektrum oder ein Batteriespeicher angeschafft werden. Die Entscheidung Einspeisemanagement oder Abregelung sei nicht endgültig.

Entscheidung kann später geändert werden

Das Gesetz sehe die Möglichkeit vor, dass Besitzer einer Photovoltaikanlage ihren Entschluss zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückgängig machen könnten. Sinnvoll könne dies zum Beispiel sein, wenn Netzbetreiber derzeit noch auf sehr teure Fernabschaltgeräte bestünden. Sollten die Kosten für diese Geräte sinken, könne der Solarstromer später auf Einspeisemanagement umstellen. Falle die Entscheidung auf das Einspeisemanagement, müsse eine Art Fernsteuerung installiert werden, mit der der Netzbetreiber bei Bedarf die Stromeinspeisung der Photovoltaikanlage reduzieren könne.
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