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Energiemix : Erneuerbare EU-weit auf dem Vormarsch

von , am
13.04.2011

Brüssel - Öl war im Jahr 2009 immer noch die Hauptenergiequelle in der EU-27. Dennoch: Der Anteil der Erneuerbaren Energien hat sich seit 1999 fast verdoppelt.

Die Energiewende stimmt die Windkraft-Industrie äußerst optimistisch. © Christian Wöller/aboutpixel.de
Mit einem Anteil von 37 Prozent am gesamten Bruttoinlandsverbrauch zählte Öl 2009 zu den Hauptenergiequellen der EU-27. Während des letzten Jahrzehnts kam es jedoch zu deutlichen Veränderungen im Energiemix. Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen hat sich seit 1999 nahezu verdoppelt, und zwar von fünf auf neun Prozent, während sich der Anteil von Gas von 22 auf 24 Prozent erhöhte. Der Stellenwert der Kernenergie blieb in diesem Zeitraum nahezu unverändert bei 14 Prozent und sich der Anteil für feste Brennstoffe von 18 auf 16 Prozent verringerte. Diese Daten gab Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, anlässlich der EU-Woche für nachhaltige Energie (11. bis 15. April) bekannt.

Erneuerbare Energie: Deutschland beim Zuwachs mit an der Spitze

Erneuerbare Energieträger umfassen in der Eurostat-Erhebung die Bereiche Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, geothermische und Solarenergie. Die höchsten Anteile bei den Erneuerbaren wurden 2009 in Lettland (36 Prozent), Schweden (34 Prozent), Österreich (27 Prozent) und Finnland (23 Prozent) registriert. Alle Mitgliedstaaten verzeichneten zwischen 1999 und 2009 Anstiege des Anteils regenerativer Quellen bei der Energieversorgung.
 
Die größten Zuwächse gab es in
  • Dänemark (von 8% des gesamten Bruttoverbrauchs auf 17%),
  • Schweden (von 27% auf 34%),
  • Deutschland (von 2% auf 8%),
  • Portugal (von 13% auf 19%),
  • der Slowakei (von 3% auf 7%) sowie in
  • Österreich (von 23% auf 27%).

Energiemix im Überblick

Öl wurde im Jahr 2009 zu 100 Prozent für die Energieversorgung in Malta verwendet.
In
  • Zypern waren es immer noch 96%,
  • in Luxemburg 63%,
  • in Griechenland 55%,
  • in Irland 52% und
  • in Portugal 50%
  • in Deutschland 34%.
 
Die höchsten Anteile von Gas wurden
  • in den Niederlanden (43%),
  • Italien und dem Vereinigten Königreich (je 38%) sowie
  • Ungarn (36%) errechnet.
Der Gasanteil lag in Deutschland 2009 bei 23,4%.
 
Feste Brennstoffe wurden am stärksten
  • in Estland (58%),
  • Polen (54%),
  • der Tschechischen Republik (41%) und
  • Bulgarien (36%) eingesetzt.
In Deutschland machten feste Brennstoffe 2009 21,9% des Energiemixes aus.
 
Auf Kernenergie setzt man besonders
  • in Frankreich mit einem Anteil von 40%,
  • in Litauen (34%) und
  • in Schweden (29%).
Kernenergie lag 2009 in der BRD bei 10,7%.
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