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Biomasse

Energieträger Holz wird immer gefragter

von , am
05.11.2012

Ein wichtiger erneuerbarer Energieträger ist und bleibt das Holz. Trotz der gestiegenen Brennholzpreise ist Energie aus Holz immer noch günstiger als aus fossilen Brennstoffen.

 
Wie aktuelle Untersuchungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zeigen, ist der Preis für die aus Holz gewonnene Energie deutlich geringer als bei fossilen Energieträgern. Auch wenn klar ist, dass Holz von der verfügbaren Menge her nie die momentane Bedeutung von Öl erreichen wird, so kann es doch einen wichtigen und mit aktueller Technik einen umweltfreundlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Auch die Kapazitäten der Heizanlagenbauer nehmen weiter zu. Aktuell gibt es Öfen beziehungsweise Anlagen für klassisches Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets.

Pellettechnik bequem wie Ölheizung

Jahresdurchschnittspreise von Holzpellets
Die einfachste Methode der Energienutzung ist der herkömmliche Scheitholzkessel, der momentan eine Art Renaissance erlebt. Mit modernster Technik ausgestattet erfüllen diese Anlagen höchste Umweltansprüche. Größere Betriebe oder Kommunen setzen eher auf Hackschnitzelanlagen, die den großen Vorteil einer automatischen Beschickung haben. Am bequemsten ist die Pellettechnik, die ähnlich komfortabel wie eine Ölheizung zu betreiben ist. Auch sind die Preise hier erstaunlich stabil.

Verschiedene Holznutzer konkurrieren

Brisant ist jedoch die Konkurrenz der verschiedenen Holznutzer. So passen sich die Holzwerkstoff, Zellstoff- und Sägeindustrie als Konsequenz aus den gestiegenen Holzpreisen und teilweisen Überkapazitäten ihre Kapazitäten an und ziehen sich zum Teil aus den europäischen Produktionsstätten zurück. Gerade im Bereich des Industrieholzes tritt die Konkurrenz zum Brennholz immer klarer in den Vordergrund. So kostet Hartholz gespalten teilweise schon weit über 80 Euro/RM und somit deutlich mehr als vergleichbares Industrieholz.

Holznutzung kann erhöht werden

Laut Inventurstudie 2008 (IS08) sind die Vorräte in den deutschen Wäldern mit 330 Kubikmeter pro Hektar die höchsten in Europa. Somit sind Reserven zur Erhöhung der Holznutzung vorhanden, ohne dass die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung gefährdet ist. Im kommenden Jahr sollen die Ergebnisse der aktuell laufenden Bundeswaldinventur 3 veröffentlicht werden. Aber auch hier wird sich voraussichtlich kein akuter Holzmangel zeigen.
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