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Energiewende: Verbände beklagen Panikmache

von , am
14.09.2012

Berlin - Die im Deutschen Naturschutzring (DNR) organisierten Umweltverbände haben ein Ende der "Angstmacherei bei der Energiewende" gefordert.

Energiegenossenschaften: Das Rezept um EEG-Projekte durchzusetzen? © Mühlhausen/landpixel
Wie der Dachverband mitteilte, werde gezielt versucht, mit "Horrorzahlen über die angeblichen Kosten des Umbaus, mit Angstmacherei wegen des Verlustes der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und einer Schwarzmalerei über die Versorgungssicherheit im kommenden Winter", die Energiewende zu blockieren und die Privilegien der Verbundwirtschaft zu sichern.
 
Dem DNR zufolge bedeutet die Energiewende nicht die Fortsetzung der alten Verschwendungsstrukturen bei einem höhern Anteil erneuerbarer Energien. Notwendig sei vielmehr eine Energiewirtschaft, die mit einem Minimum an Energieverbrauch die erforderlichen Energiedienstleistungen wie Licht, Wärme und Kraft bereitstelle.

Schluss mit der Blockadepolitik

"Bis zur Mitte des Jahrhunderts brauchen wir den Umstieg in eine solare 2.000-Watt-Gesellschaft", erklärte DNR-Präsidialmitglied Michael Müller. Nach seiner Auffassung ist das möglich, wenn die großen Einsparungs- und Effizienzpotentiale in Deutschland genützt würden, die seit Jahren bekannt seien. In diesem Zusammenhang fordert der DNR auch, dass künftig das Bundesumweltministerium und nicht wie bislang das Bundeswirtschaftsressort für die Energieeffizienz zuständig sein solle.

EEG-Gesetz mit Augenmaß umbauen

Außerdem sprach sich der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke, dafür aus, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Netzausbau in Übereinstimmung mit dem Naturschutz geschaffen werden müssten. Daneben sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) "mit Augenmaß" umzugestalten, anstatt durch überstürzte Kürzungen für Unsicherheit zu sorgen.
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