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Erneuerbare Energien: EU-Kommision fordert stärkere Zusammenarbeit

von , am
07.06.2012

Brüssel - Um den angestrebten Anteil an erneuerbaren Energie bis 2020 auf 20 Prozent zu steigern, sollen die EU-Länder besser miteinander kooperieren.

Das erste Halbjahr hat der Windkraftturbinen-Hersteller Nordex mit Verlust abgeschlossen. © Nordex SE
Die EU-Kommission weist in ihrer gestern beschlossenen Mitteilung darauf hin, dass die Mitgliedstaaten ihre Pläne vorantreiben müssen, in die Netze investieren, sich gemeinsam auf Förderregeln einigen und mehr untereinander handeln sollten: "Wir sollten weiter an der Entwicklung erneuerbarer Energieträger arbeiten und innovative Lösungen fördern", sagte Energiekommissar Günther Oettinger. "Dabei spielt die Kosteneffizienz eine große Rolle. Dies bedeutet, Wind- und Solarenergie dort zu produzieren, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, und damit in ganz Europa zu handeln, wie wir es auch mit anderen Produkten und Dienstleistungen tun." Die Mitgliedsländer sollen dafür sorgen, dass die erneuerbaren Energien problemlos zum Verbraucher gelangen und dazu die notwendigen Investitionsanreize auf dem Strommarkt schaffen.
 
Zudem will die Kommission die Zusammenarbeit mit den Ländern des Mittelmeerraums verbessern, um Investitionen und Stromimporte zu erleichtern. Sie fordert außerdem, dass Europa bereits jetzt beginnt, an einem Plan für die Zeit nach 2020 zu arbeiten. Der neue Rahmen für erneuerbare Energien soll innovationsfreundlicher sein und die Kosten senken, wodurch ein vielversprechender Sektor für wachstumsorientierte Investitionen entstehen soll. Die Ausarbeitung künftiger politischer Optionen und Meilensteine bis 2030 soll jetzt beginnen, damit die Produzenten erneuerbarer Energien auf dem europäischen Markt wettbewerbsfähiger werden.
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