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EU: Erneuerbare Energien decken zwölf Prozent des Strombedarfs

von , am
19.06.2012

Brüssel - Der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamt-Stromproduktion steigt: 2010 lag der Anteil bei 12,4 Prozent - nach 11,7 Prozent in 2009 und 10,5 Prozent im Jahr davor.

Die EEG-Umlage könnte in 2015 erstmals sinken. © Viola W/aboutpixel.de
Diese Zahlen wurden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, anlässlich der "EU-Woche für nachhaltige Energie" veröffentlicht. In der 2009 verabschiedeten Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen werden für alle Mitgliedstaaten Einzelziele festgelegt, sodass im Jahr 2020 in der EU 20 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen sollen.
 
Bei der Festlegung dieser Ziele wurden die unterschiedlichen Ausgangssituationen, das Potenzial im Bereich der regenerativen Energien und die wirtschaftliche Leistung der Mitgliedstaaten berücksichtigt.

Deutschland: 11 Prozent aus Erneuerbaren

Höchster Anteil der Erneuerbaren in Schweden, Lettland, Finnland und Österreich
 
Der höchste Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch wurde 2010 in Schweden registriert, wo 47,9 Prozent (%) der verbrauchten Energie aus regenerativen Quellen stammten. Hohe Anteile werden aber auch in
  • Lettland (32,6 %),
  • Finnland (32,2 %),
  • Österreich (30,1 %) und
  • Portugal (24,6 %) verzeichnet.
In Deutschland stieg der Anteil erneuerbarer Energien 2010 auf 11,0 Prozent (2009: 9,5 Prozent). Bis 2020 sollen hierzulande 18 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. Nach Angaben des Bundes-Umweltministeriums lag der Anteil der Erneuerbaren Energien 2011 am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Mobilität) bei zwölf Prozent.

Die niedrigsten Werte meldeten
  • Malta (0,4 %),
  • Luxemburg (2,8 %),
  • das Vereinigte Königreich (3,2 %) und
  • die Niederlande (3,8 %).

Anteil am Gesamtverbrauch steigt in allen Ländern

Zwischen 2006 und 2010 haben alle Mitgliedstaaten den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch gesteigert. Die höchsten Zunahmen verbuchten Estland (von 16,1 auf 24,3 %), Rumänien (von 17,1 auf 23,4 %), Dänemark (von 16,5 auf 22,2 %), Schweden (von 42,7 auf 47,9 %) und Spanien (von 9,0 auf 13,8 %).

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