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Biomasse

EU-Kommission: Antidumpingzölle auf Biodieseleinfuhren

von , am
30.05.2013

Brüssel - Die EU-Kommission hat ihre Untersuchungen abgeschlossen: Der gedumpte Biodiesel aus Argentinien und Indonesien hat dem Wirtschaftszweig der EU geschadet. Die Kommission verhängt Antidumpingzölle.

Laut EU-Kommission haben die billigen Biodieseleinfuhren aus Argentinien und Indonesien dem Wirtschaftszweig in der EU geschadet. © Scanrail/fotolia.com
Die EU-Kommission hat einen vorläufigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien verhängt. Das teilt das Amtsblatt der Europäischen Union mit. Je nach Unternehmen beträgt der vorläufige Antidumping-Zollsatz in Argentinien zwischen 6,8 und 10,6 Prozent. Auf Ware aus Indonesien schwankt der Zollsatz zwischen 2,8 und 9,6 Prozent.
 
 
 

Antidumpingverfahren läuft seit August

Ende August kündigte die Europäische Kommission die Einleitung eines Antidumpingverfahren auf Einfuhren von Biodiesel mit Ursprung in Argentinien und Indonesien in die Europäische Union an. Die Kommission überprüfte ausführende Hersteller bzw. Unternehmensgruppen aus Argentinien und Indonesien stichprobenartig. Im Fokus stand, ob "die gedumpten Einfuhren mit Ursprung in den betroffenen Ländern den Wirtschaftszweig der Union in einem solchen Ausmaß schädigten, dass diese Schädigung als bedeutend bezeichnet werden kann". Der Untersuchungszeitraum lag zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 30. Juni 2012 .

Wirtschaftszweig der Union hat Schaden erlitten

Wie die Europäische Kommission mitteilt, sei nur ein geringer Anteil von zwei bis sechs Prozent der Einfuhren aus Indonesien in die EU im Untersuchungszeitruam nicht gedumpt. Die übrigen Einfuhrmengen aus Indonesien sowie alle Einfuhren aus Argentinien seien der Untersuchung zufolge gedumpt. Die Untersuchung zeigte, "dass die gedumpten Niedrigpreiseinfuhren aus den betroffenen Ländern im Bezugszeitraum mengenmäßig erheblich zunahmen, sich sogar mehr als verdoppelten. Dies führte zu einem beträchtichen Ausbau ihres Marktanteils um zehn Prozentpunkte, nämlich von 9,1 Prozent im Jahr 2009 auf 18,8 Prozent am Ende des Untersuchungszeitraumes. Eine Analyse der überprüften Daten zeigt eindeutig, dass der Wirtschaftszweig der Union eine bedeutende Schädi­gung erlitten hat.
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