Login
Biomasse

EU plant höhere Strafzölle für Biodiesel

von , am
05.10.2013

Brüssel - Einfuhren von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien werden höher besteuert. Die EU-Kommission legt dazu einen Vorschlag für einen endgültigen Antidumpingzoll vor.

Die EU-Kommission hat die Entscheidung verschoben, ob sie die bestehenden Anti-Dumping-Zölle auf argentinischen und indonesischen Biodiesel deutlich abgesenkt. © Mühlhausen/landpixel
So sollen die Strafzölle für Biodiesel aus Argentinien auf 215 bis 250 Euro pro Tonne angehoben werden. Für Indonesien sieht die Kommission 120 bis 180 Euro pro Tonne vor. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber den seit Mai gültigen vorläufigen Antidumpingzöllen.
 
European Biodiesel Board ist Erhöhung zu gering

Der European Biodiesel Board (EBB) sieht in dem Vorschlag einen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reicht nach Ansicht des EBB selbst das neue Niveau noch nicht. Das EBB betont, die vorläufigen Einfuhrabgaben seien unwirksam, da im Laufe des Sommers große Mengen an Biodiesel trotz der Antidumpingzölle in die EU importiert wurden. Bis Ende November muss die EU einen endgültigen Strafzoll festsetzen. Der Vorschlag wird im Antidumpingausschuss mit den EU-Mitgliedstaaten besprochen. Die EU wirft Argentinien und Indonesien vor, mit differenzierten Exportzöllen die Ausfuhr der Endprodukte stärker zu besteuern als die Ausfuhr der Rohstoffe.
Auch interessant