Login
Aus der Wirtschaft

EU will Schutzzölle gegen subventionierten Biodiesel

von , am
13.04.2013

Brüssel - Der Verdacht, dass Biodiesel in Drittländern auf unlautere Weise subventioniert wird, erhärtet sich. Die EU-Kommission bereitet sich auf Schutzzölle vor.

Der Biodieselstreit zwischen der EU und Argentinien geht in eine neue Runde. © Mühlhausen/landpixel
Im November des vergangenen Jahres hat die Europäische Kommission ein Antidumping-Verfahren gegen Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien eingeleitet. Vorwürfe kamen von der EU-Biodieselindustrie, wonach die Regierungen der beiden Länder die Lieferungen auf unlautere Weise subventionieren und damit die EU-Branche ernsthaft schädigen. Der Verdacht, wonach Biodiesel in Drittländern subventioniert wird, erhärtet sich. Die EU-Kommission bereitet sich deshalb auf Schutzzölle vor.
 

Biodieseleinfuhren werden erfasst

Nachdem Einfuhren von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien vom Zollamt erfasst werden müssen, können Schutzzölle auch für bereits getätigte Einfuhren verhängt werden. Die Auflage zur Erfassung von Biodiesel wurde am 10.04. im Amtsblatt der EU L 102 veröffentlicht und gilt zunächst für neun Monate.

Schutzmaßnahmen der EU sind auf dem Weg

Die EU-Kommission kritisiert die Zoll-Eskalation von Biodiesel in Argentinien und Indonesien. Für den Export von Rohstoffen wird dort mehr Zoll erhoben als für die Endprodukte, um die Produktion im eigenen Land zu halten. Der Europäische Verband der Biodieselhersteller (EBB) beantragte deshalb ein Antidumpingverfahren. Der EBB sieht sein Anliegen auf gutem Weg und rechnet mit vorläufigen Schutzmaßnahmen der EU im Mai.

Biokraftstoffe: Perspektiven langfristig gut

Auch interessant