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Biogas

Fachtagung Biogas: Bedarfsgerechte Stromerzeugung im Fokus

von , am
14.01.2014

Nürnberg - Die Fachtagung Biogas öffnet ab heute ihre Pforten. Drei Tage lang diskutieren Branchenakteure über die Zukunft der Biogastechnologie.

Messebesucher auf der 23. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas im Messezentrum Nürnberg. © NuernbergMesse/Thomas Geiger
Nürnberg –  "Wir müssen die Branche umbauen." Mit diesen Worten eröffnete der Präsident des Fachverbandes Biogas, Horst Seide, die Pressekonferenz auf der 23. Biogasfachtagung im Messezentrum Nürnberg. Seide sieht eine Notwendigkeit die deutschen Biogasanlagen vom Dauerstromerzeuger zu bedarfsgerechten Stromerzeugungsanlagen weiterzuentwickeln.
 
Einen Beitrag zur Systemstabilität leisten, sei nun eine der zentralen Aufgaben der Biogasbranche in den kommenden Jahren. Nur Biogas könne dies aus der Familie der Erneuerbaren Energien verlässlich erfüllen. Neben der bedarfsgerechten Stromerzeugung sind auch die Chancen zur Erschließung neuer Märkte eines der zentralen Themen der jährlichen Tagung des Fachverbandes Biogas.
 
 
 

Deutlich weniger Arbeitsplätze

Parallel zum Vortragsprogramm findet die weltgrößte reine Biogas-Fachmesse statt. 406 Aussteller (2013: 446) informieren in zwei Messehallen über die neuesten Produkte und Dienstleistungen rund um die Biogasnutzung. Die einst wachstumsverwöhnte deutsche Biogasbranche hatte in den vergangenen zwei Jahren einen starken Rückgang im Anlagenzubau zu verzeichnen. Nachdem das Jahr 2012 mit nur 340 Neuanlagen (2011: 1.270) eine Minderung von rund 75 Prozent brachte, lag die Anzahl neuer Anlagen in 2013 bei nur 205.
 
Auch die Arbeitsmarktsituation im Biogassektor ist betroffen: Die Zahl der Arbeitsplätze hat sich seit dem Jahr 2011 deutlich verringert und lag 2013 unter der 40.000-Marke (2011: 63.213). Trotz der schwierigen Gesamtlage der Branche, sagte Horst Seide auf der Eröffnungskonferenz, dass nach wie vor viele Unternehmen Neuentwicklungen auf der Messe präsentieren. Zudem ginge es auch nicht allen Unternehmen ökonomisch schlecht. Das Repowern der Anlagen in Deutschland sowie neue Märkte im Ausland ermöglichen einzelnen Unternehmen weiterhin positive Perspektiven.
 
 

Talkrunde mit Claudia Kempfert

Wie es politisch mit dem Energieträger Biogas weitergeht, wird in Nürnberg auf den Fluren der Messehallen, aber auch auf dem Hauptplenum der Tagung intensiv diskutiert. Am Mittwoch, den 15. Januar, ist unter anderem Frau Prof. Dr. Kemfert vom Deutschen Wirtschaftsinstitut (DIW) als Vortragsrednerin zu Gast. Sie beleuchtet die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende und wird im Anschluss an die Vortragsrunde auch an der politischen Podiumsdiskussion teilnehmen. 
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