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Biogas

Fachverband Biogas mit neuem Anlauf für Einspeisegesetz

von , am
04.06.2011

Berlin - Über das Verteilernetz als Speicher will der Fachverband Biogas (FVB) künftig die Stärken des Methans für die Stromversorgung besser nutzen.

Durch Spurennährstoffe soll die Effizienz der Anlagen erhöht werden. © Mühlhausen/landpixel
Der Verband legte ein Konzept für ein Erneuerbare-Energien-Gas-Gesetz (EEGasG) vor, wonach der Einspeiser ins Erdgasnetz eine "knapp auskömmliche Vergütung" erhalten soll, die ausschließlich die Finanzierung der Investitionen absichert. Die Vergütung soll laut den Vorstellungen des Fachverbandes "nach wenigen Anlagengrößenklassen gestaffelt sein" und eine an die Entwicklung des Erdgaspreises gekoppelte Marktkomponente enthalten.
 
Der gesetzlich geregelte Weg über das Erdgasnetz sei für Biogas wichtig, um die Biogaseinspeisung insgesamt und insbesondere auch im landwirtschaftlichen sowie mittelständischen Bereich anzukurbeln.

Gasnetz hilft Stromnetz zu entlasten

Firmenvertreter erläuterten bei einem Parlamentarischen Abend des FvB in Berlin, warum sie ein EEGasG im Sinne der Energiewende für wichtig halten. Mit der Elektrolyse von überschüssigem Windstrom zu Wasserstoff oder Methan sowie der Einspeisung ins Erdgasnetz könnten Engpässe im Stromnetz umgangen werden. So sei eine Stromnetzentlastung vor allem im Norden und Osten Deutschlands über die Biogasproduktion und Einspeisung in das Erdgasnetz möglich.

Einspeisegesetz für Biogas gefordert

Der Fachverband fordert bereits seit längerem - bislang erfolglos - ein Biogas-Einspeisegesetz. Kritiker warnen vor einer Verletzung von EU-Recht, wo die Trennung von Netz und Vertrieb auf dem Strommarkt festgeschrieben ist. Diese Entechtung könnte infragegestellt sein, wenn ein Netzbetreiber staatlich zum Kauf von Biogas verpichtet und dessen Eigentümer wird.
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