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Energiemix in Deutschland

Gas, PV, Windkraft: Woher kommt der Strom in Deutschland?

Biogasanlage mit Windrad und PV-Fläche

Durch den Krieg in der Ukraine und den Ausstieg aus der Kernenergie Ende des Jahres ist die Nachfrage nach alternativen Energiequellen gestiegen. Doch woher kommt eigentlich der Strom, den wir verbrauchen? Das zeigt ein Video von Ippen.Media.

am Samstag, 01.10.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. 2050 werden fast 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Daher ist es zwingend notwendig, Lösungen zu finden, um unseren steigenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.

Derzeit wird der weltweite Energiebedarf mit fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle gedeckt. Doch diese Brennstoffe erneuern sich nicht so schnell, wie wir sie verbrauchen. Derzeit decken wir mit den fossilen Brennstoffen weltweit rund 80 Prozent des Energiebedarfs.

Die Folgen für die Umwelt sind katastrophal, denn beim Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht klimaschädliches CO₂. Hinzu kommt, dass die weltweiten Energieemissionen seit 1990 um 50 Prozent gestiegen sind. In naher Zukunft werden wir aber nicht auf fossile Energien verzichten können.

Die Lösung besteht darin, nach und nach mehr von den nicht kohlenstoffhaltigen, also erneuerbaren, Energien einzusetzen. Das nennt man den Energiemix. Wie sich dieser in Deutschland zusammensetzt, erfahren Sie hier.

 

So setzen sich die Energiequellen in Deutschland zusammen

517,7 Terawattstunden Strom wurden 2021 ins deutsche Stromnetz eingespeist. Die erneuerbaren Energien machen rund 42 Prozent davon aus. Im Frühling letzten Jahres schrumpfte der Anteil um 5 Prozent, weil zu wenig Wind wehte.

Die bedeutendste Rolle in der Energieversorgung spielt nach wie vor die Kohle. Ihr Anteil am Strommix in Deutschland beträgt rund 30 Prozent. Im Verglich zu den anderen Energieträgern hat die Kohle allerdings den höchsten CO₂-Ausstoß.

Der zweitwichtigste Energieträger ist die Windkraft. Mehr als 20 Prozent macht ihr Anteil bei den Stromquellen aus. In Zukunft wird man wahrscheinlich mehr Windkraftwerke an Land und im Wasser sehen, da die Windkraft stark ausgebaut werden soll.

Die Atomenergie und das Erdgas rangieren mit jeweils 12,6 Prozent auf dem dritten Platz. Dicht gefolgt von Solarenergie (8,7 Prozent) und Biogas (6 Prozent).

Wasserkraft nimmt den letzten Platz ein, bei nur 3,6 Prozent liegt ihr Anteil am Strommix. Den genannten Zahlen nach, ist es noch ein weiter Weg, bis komplett unabhängig von russischem Gas und anderen fossilen Energien werden. Mehr spannende Details gibt es im Video. 

Mit Material von Redaktionsnetzwerk Deutschland, SPIEkingtoU

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