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Photovoltaik-Zweitmarkt

Gebrauchte Solaranlagen: Neues VDE-Zertifikat bescheinigt Qualität

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25 Gebote mit einem Umfang von 130 Megawatt bekamen den Zuschlag. © C. Nöhren/pixelio.de
von , am
31.05.2017

Wie sicher ist eine Solaranlage nach einigen Jahren im Betrieb und wieviel Leistung erzielt sie noch? Damit Eigentümer und Investoren hierauf leichter die Antwort finden, hat der VDE ein neues Zertifikat entwickelt.

Trotz sinkender Einspeisevergütung für Energie aus Photovoltaikanlagen wächst die Zahl der Anlagen in Deutschland und mit ihr vergrößert sich auch der Zweitmarkt. Die Frage für Eigentümer und Investoren ist jedoch, ob eine Solaranlage auch nach Jahren im Betrieb noch ordnungsgemäß funktioniert und ob sich eine Investition darin lohnt. Um das zu klären, hat der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik, kurz VDE, ein neues Zertifikat entwickelt.

Dreistufige VDE-Zertifizierung

Dieses Zertifikat biete eine umfangreiche, unabhängige Überprüfung von PV-Kraftwerken im Bestand in Hinblick auf Leistung und Qualität, berichtet der Verband in einer Pressemitteilung. Der Fokus liege auf elektrischer und mechanischer Sicherheit, dem Ertrag sowie dem optimalen Betrieb des Kraftwerks als Gesamtsystem sowie seiner Komponenten.

Die Zertifizierung bestehe aus drei Stufen:

  • die Validierung der technischen und kaufmännischen Dokumentation
  • die auf festen Kriterien basierenden Vor-Ort-Überprüfung
  • die Bestätigung der Ertragsdaten.

VDE-Zertifikat mit Handlungsempfehlungen

Wenn das PV-Kraftwerk alle Kriterien erfülle, erhalte es das Zertifikat "VDE zertifiziertes PV-Kraftwerk im Bestand". Durch das VDE-Zertifikat könnten Projektbeteiligte, Banken, Investoren und Versicherungen die Stärken und Schwächen eines Kraftwerks objektiv bewerten, um damit die richtige Entscheidung für eine Investition oder eine Versicherungszusage treffen. Anlagenbesitzer erhielten durch die Überprüfung eine genaue Einschätzung zum ordnungsgemäßen Betrieb ihres Kraftwerks.

"Durch die Ursachenanalyse und Bereitstellung von Handlungsempfehlungen hilft unsere Beurteilung dabei, Kosten und Risiken zu minimieren und Erträge zu steigern", erklärt Jonas Brückner, Leiter Photovoltaik Systeme bei der VDE Renewables GmbH. Die 100%ige VDE-Gesellschaft mit Sitz in Alzenau arbeite eng mit dem Finanz- und Versicherungssektor zusammen, die Zertifizierungsprodukte seien auf die Unterstützung der Bereiche Bankability und Investability zugeschnitten.

Mit Material von VDE

Minisolaranlagen: Strom in die eigene Steckdose

Minisolaranlage Terrasse
Die kleinen Solaranlagen werden Mini-PV- oder Plug-in-Anlagen, Guerilla-PV, Plug&save oder Mikro-PV genannt. © Solarheld
Minisolaranlage
Die Idee dahinter: Strom herstellen und direkt in das eigene Netz speisen. Zum eigentlichen Solarkollektor gehört ein Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, ein VDE-konformer Netz- und Anlagenschutz und der Stecker. © Solarheld
Solaranlage Dachterrasse
Pro Jahr können mit einer Anlage – wie dieser hier von simon.energy – um die 50 Euro Stromkosten eingespart werden. © simon.energy
Solaranlage Garten
Hersteller werben damit, dass sie überall und vor allem auch selbst montiert werden können. Hier zu sehen ist das Modell  miniJOULE von GP Joule. © miniJOULE
Solarmodul
Die Solarmodule werden schon ab ca. 400€ angeboten. Ist ein Energiespeicher mit inbegriffen – wie in dieser Anlage von solar-pac – steigt der Preis. © solar-pac
Minisolaranlage
Sie sind so klein, dass sie an unterschiedlichsten Orten montiert werden können – wie zum Beispiel auf einem Garagendach ... © Solarzwerg
Solaranlage Hausdach
...oder auf der Dachterrasse.Diese Variante folgt der Sonne. (beide Bilder zeigen eine Anlage von Solarzwerg). Dennoch müssen Besitzer von Minisolaranlagen einige Auflagen und Vorschriften beachten. © Solarzwerg
Solaranlage Alm
Nichtsdestotrotz sind die flexiblen Anlagen ein Schritt in Richtung unabhängiger Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen – auch ohne Eigenheim oder direkte Stromanbindung. © Solar-qqq
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