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Gegendarstellung: Studie zur Wärmedämmung

von , am
03.04.2013

Berlin - Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz kritisiert die Interpretation der Prognos-Studie zum Thema wirtschaftliche energetische Gebäudesanierungen.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. sieht in der energetischen Gebäudesanierung vor allem eine positive gesamtwirtschaftliche Wirkung. © Kadmy/ Fotolia
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) kritisiert die fehlerhafte Interpretation der Studienergebnisse durch den Autor des Welt-Artikels "Die große Lüge von der Wärmedämmung" Die Aussage, "energetische Sanierungen verschlingen mehr Geld, als durch sie eingespart wird" lasse sich aus der Vielzahl der Studien der letzten Zeit alles andere als bestätigen. In der Studie selbst lasse sich diese Aussage als Ergebnis nicht finden. Die eigentliche Kernaussage der Studie ist, dass sich "deutlich spürbare, positive gesamtwirtschaftliche Wirkungen" ergeben, betont die Unternehmensinitiative.

Angenommenen Vollkosten zu hoch angesetzt

Die in dem Artikel zitierte, von der KfW beauftragte Prognos-Studie betrachte ausschließlich volkswirtschaftliche und nicht einzelwirtschaftliche Wirkungen. Die dabei angenommenen Vollkosten würden sowohl durch die energetische Modernisierung verursachte Mehrkosten, vor allem aber die meist deutlich höheren Ohnehin-Kosten von Sanierungen beinhalten. Beide trügen zu einer Wertsteigerung und einer Erhöhung des Komforts des Gebäudes bei, die jedoch ausdrücklich nicht Bestandteil der Betrachtung waren.

Energiepreissteigerungen zu gering eingeschätzt

An der Studie selbst kritisiert die DENEFF die aus Ihrer Sicht zu zurückhaltende Einschätzung zu künftigen Energiepreissteigerungen von 1,1 Prozent im Jahr. In der laufenden Dekade würden allein die Heizölpreise um durchschnittlich 15 Prozent im Jahr, die Energiepreise für Haushalte im Schnitt jährlich um über acht Prozent steigen. In den kommenden Jahren sei mit deutlich stärker sinkenden Sanierungskosten zu rechnen. So sei es bereits gelungen, den Energiebedarf neuer Gebäude wirtschaftlich um mehr als zwei Drittel zu senken, so dass dies zwischenzeitlich als Standard festgeschrieben wurde.
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