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Biogas

Mit gereinigtem Oberflächenwasser Biogas erzeugen

am
20.05.2019

Die Kompaktkläranlage der Flexibo Technologie GmbH reinigt Oberflächenwasser mit einem innovativen Verfahren vorflutreif auf. Das spart Kosten.

In einem Forschungsprojekt hat die Flexibo Technologie GmbH die Praxistauglichkeit ihrer Kleinkläranlagen nachgewiesen. Der Probebetrieb an einer Praxisbiogasanlage hat gezeigt, dass das gereinigte Wasser die rechtlich vorgeschriebenen Grenzwerte zum Einleiten in Vorfluter dauerhaft unterschreitet.

99 Prozent der Organik und 60 Prozent des Stickstoffs werden abgebaut

Biogasanlagen verfügen über große versiegelte Fahrsilo- und Verkehrsflächen. Bei Regenereignissen fallen stoßweise große Mengen an organisch hoch belastetem Oberflächenwasser an, die umweltgerecht entsorgt werden müssen. Wird das belastete Oberflächenwasser im Gärrestlager gesammelt, entstehen Kosten für den Lagerraumbedarf und für die Ausbringung.

Mit der Flexbio-Technologie wird das Oberflächenwasser soweit aufgereinigt, dass wasserrechtliche Grenzwerte zum Einleiten in Vorfluter eingehalten werden. Die biologische Kompaktkläranlage mit Festbettfermenter-Technologie zur Biogasgewinnung baut 99 Prozent der Organik und 60 Prozent des Stickstoffes ab. Zusätzlich wird Biogas mit sehr hohen Methangehalten von rund 70 Prozent erzeugt.

Ansprüche des KWK-Bonus werden erfüllt

Die Flexbio-Technik ist in einen 20 bzw. 40 Fuß Standardcontainer integriert, modular erweiterbar und kann an jede beliebige Biogasanlagengröße angepasst werden. Im Vergleich zur aktuellen Praxis stellt die Technologie eine wirtschaftliche Alternative dar. Durch die Nutzung der BHKW-Abwärme für die Flexbio-Anlage werden die Ansprüche des KWK-Bonus erfüllt. Ohne die Vorteile aus Substrateinsparung und KWK-Bonus zu berücksichtigen ist die Behandlung des Oberflächenwassers mit Kosten in Höhe von ca. 2,18 Euro/m³ um mindestens 65 Prozent günstiger als die konventionelle Ausbringung mit ca. 6,25 Euro/m³.

Flexibo-Verfahren erfolgreich in die Praxis überführt

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde ein Anlagenmodul der Fa. FLEXBIO Technologie GmbH auf der Biogasanlage des Verbundpartners BioEnergie Bad Gandersheim GmbH & Co. KG installiert und in Betrieb genommen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK, Fachgebiet Nachhaltige Energie- und Umwelttechnik NEU Tec) für einen Zeitraum von zwei Jahren. Nach erfolgreicher Optimierung des Betriebes für eine sichere Einhaltung der genehmigten Ablaufwerte konnte der Leistungsnachweis zum Einhalten der Grenzwerte erbracht und das Flexbio-Verfahren erfolgreich in die Praxis überführt werden.

Mit Material von FNR

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