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Biomasse

Globaler Pelletsmarkt wächst rasant

von , am
12.08.2014

Der Verbrauch von Pellets in Europa hat sich zwischen 2001 und 2013 jährlich um durchschnittlich 25 Prozent erhöht. Im vergangenen Jahr sei auch der weltweite Pelletsumsatz weiter gewachsen.

Der Feuchtegehalt eines Brennstoffs beeinflusst dessen Emissionswerte. © agrar-press
Der internationale Pelletsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausgedehnt, wie das European Pellet Council (EPC), der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) mitteilten.Während in Europa die Nachfrage kontinuierlich steige, produzierten und exportierten die USA immer mehr Pellets. Laut der US-Energiebehörde (EIA) hätten sich die Ausfuhren des Landes 2013 im Vergleich zum Vorjahr auf 3,2 Millionen Tonnen verdoppelt.
 
Davon seien 98 Prozent (%) in den europäischen Markt gegangen; Hauptabnehmer seien hier Italien, Großbritannien, Belgien, Dänemark und die Niederlande.

Deutschland: Zuwachs um 15 Prozent

Dabei liege Italien mit 1,9 Millionen installierten Öfen und 200.000 Kesseln europaweit an der Spitze, und der Markt wachse dort weiter. Aber auch andere europäische Länder hätten einen dynamischen Zubau erlebt. So sei die Zahl der Pelletsöfen in Frankreich bis Ende 2013 im Jahresvergleich um 62,4 % auf rund 94.000 und die Zahl der Kessel um 37,8 % auf 9.100 gestiegen.
 
Für Deutschland sei ein Zuwachs von 15 % bei den Pelletsfeuerungen verbucht worden. "Aufgrund des Preisvorteils von Pellets gegenüber Heizöl und Gas verbunden mit dem hohen Modernisierungsbedarf bei Heizkesseln erwarten wir auch in den nächsten Jahren eine deutliche Ausweitung des europäischen Pelletsmarktes", so EPC-Präsident Christian Rakos.

USA produziert für Privatverbrauch

Mit der steigenden Nachfrage verändere sich auch das Angebot. Viele Werke in den USA produzierten inzwischen nicht mehr allein Industriepellets für Kraftwerke, sondern auch Pellets nach dem ENplus-Zertifikat für Feuerungen im kleinen und mittleren Leistungsbereich.
 
"Die Branche hat verstanden, dass Qualitätssicherung für Pellets die wichtigste Voraussetzung im Wettbewerb mit fossilen Energieträgern ist", erklärte dazu DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele.
 
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