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Effiziente Nährstoffverwertung

Gülle schnell kühlen und kurz lagern

am Donnerstag, 19.11.2015 - 12:15 (Jetzt kommentieren)

Je schneller Gülle in die Biogasanlage gepumpt wird, desto höher ist der Gasertrag. Wegen des hohen Anteils an organischen Säuren altert Gülle von Milchvieh dabei schneller als Schweinegülle.

Wenn Gülle gelagert wird, bauen Bakterien Energieträger ab: Fettsäuren, Eiweiße, Kohlenstoffe. Der Energiegehalt von Rindergülle nimmt durch die Abbauprozesse schneller ab. Der Prozess ist genau derselbe wie in der Biogasanlage. Zwar läuft er langsamer ab, aber dennoch kontinuierlich. Die biologischen Prozesse entwerten die Gülle als Energieträger für die Biogasanlage um bis zu 50 Prozent. Wie langsam oder schnell diese Prozesse vonstatten gehen, wurde im Energiemagazin joule erklärt. Diese Prozesse sind von zwei Faktoren abhängig:

  • der Gülle-Temperatur und
  • der Lagerzeit.

Je höher die Temperatur und je länger die Lagerzeit, umso mehr entgast Gülle Biomethan und andere Stoffe. Das ist nicht nur schädlich für die Umwelt.

Gülle möglichst schnell kühlen

Gülle sollte möglichst schnell gekühlt sein, was am besten in Kaltställen gelingt. Dort, wo das nicht möglich ist, sollte sie möglichst schnell in die Biogasanlage gebracht werden. Das ist beispielsweise in Schweineställen der Fall. Bei Stall-Neubauten sollten Betreiber von Anfang an effektive Entmistungstechniken mit einplanen.

Ein Umbau sollte unter Hinzuziehung sämtlicher Faktoren geplant werden. Sollte er sich nicht lohnen oder unmöglich sein, dann müssen die Verluste in die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Biogasanlage einbezogen sein, um eine solide Ökonomie zu haben. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass die Separierung den Energieverlust der Gülle in gewisser Weise entgegenwirken kann. Aber eine Lösung des Problems langer Güllelagerung ist das nicht. Es ist eher eine Kaschierung des Problems - zu entsprechenden Kosten.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der joule.

 

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