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Nahwärme

Gülzow heizt mit Stroh

Strohballen
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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
25.04.2018

Das Dorf Gülzow in Mecklenburg deckt seinen Wärmebedarf zu großen Teilen aus Stroh. Dieses stammt von den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen.

Die 1-MW-Strohheizungsanlage Gülzow wird seit August 2013 erfolgreich von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH  betrieben. Der Strohheizkessel hat eine Wärmeleistung von 990 kW und versorgt über ein Nahwärmenetz mit unter die Gebäude der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. sowie einen Kindergarten und die Feuerwehr. Das Stroh hierfür liefert ein Landwirt aus der Region, der rund 2.200 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet. Für die Anlage wird Stroh von rund 125 bis 150 ha Getreidefläche benötigt.

Rund 80 Euro/t Getreidestroh

Der Strohbededarf liegt insgesamt bei etwa 500 bis 600 t im Jahr, bei einer nutzbaren Strohmenge an Weizen- bzw. Roggenstroh von 4 t Stroh je ha. Der Preis für Getreidestroh liegt in der Region Güstrow bei rund 80 Euro/t.

Mit der Energieträgerumstellung von Heizöl auf Stroh werden in Gülzow bei einem Wärmeverbrauch von rund 2.000 MWh/Jahr jedes Jahr rund 500 t CO2 - Äquivalente an Treibhausgasemissionen eingespart.

Mit Material von fnr

Erfolgreich heizen mit Stroh

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