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Aus der Wirtschaft

Haase Energietechnik meldet Insolvenz an

von , am
03.02.2012

Neumünster - Am 1. Februar 2012 hat die Haase Energietechnik AG & Co. KG beim Amtsgericht Neumünster einen Insolvenzantrag gestellt - aufgrund der Veränderungen durch die EEG-Novelle.

Das Unternehmen lieferte verfahrenstechnische Komponenten als anschlussfertige Container-Einheiten oder für die stationäre Installation auf Rahmen vormontiert. © Werkfoto
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder bestellt. Dieser Schritt wurde notwendig nach einem dramatischen Auftragseinbruch im Geschäftsbereich Biogastechnik. Grund dafür sind, wie das Unternehmen in einer Presseerklärung mitteilte, die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen im novellierten Erneuerbare Energien Gesetz EEG 2012, das im August 2011 veröffentlicht wurde.
 
Haase Energietechnik beschäftigt 280 Mitarbeiter und hat den Schwerpunkt im Bereich Biomethantechnik. Diese Technologie zur Aufbereitung von Biogas zu BioErdgas wird vom EEG 2012 künftig zwar stärker gefördert als zuvor. Entsprechende Projekte haben jedoch einen langen Vorlauf. Die Realisierung neuer Projekte ist deshalb erst ab der zweiten Jahreshälfte 2012 und für 2013 zu erwarten. Der Auftragsrückgang bei Haase Energietechnik im Jahr 2011, die angespannte wirtschaftliche Situation durch finanzielle Altlasten aus der Zeit vor der Strategiewende des Unternehmens im Jahr 2009 und die zeitliche Verschiebung bereits beauftragter Projekte machten den Insolvenzantrag kurzfristig unausweichlich. Sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für Teilbereiche stehen Investoren bereit, um eine erfolgreiche Sanierung und Fortführung der über dreißigjährigen Firmentradition am Standort Neumünster zu ermöglichen.

Video: Biogas Jahrestagung - Topthema EEG

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