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Energiekosten

Hackschnitzel: Preisanstieg bleibt moderat trotz hoher Nachfrage

Wer eine Hackschnitzelheizung nutzt, darf aufatmen: Der Preis für Hackschnitzel steigt - aber deutlich moderater als der anderer, zum Beispiel fossiler Brennstoffe.
am Samstag, 01.10.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Hackschnitzel bleiben eine gute Wahl: trotz hoher Nachfrage steigt der Preis weniger stark an als der für andere Brennstoffe. Die aktuellen Zahlen vom DEPI.

Die Preise für Hackschnitzel sind im dritten Quartal 2022 im Vergleich zu anderen Energieträgern nur moderat gestiegen. Im Vergleich zum zweiten Quartal sind es 11 Prozent (Qualitätsklasse A1), 16 Prozent (A2) und 31 Prozent (B) mehr.

Gründe für den Preisanstieg sind neben der hohen Nachfrage sowohl für die energetische als auch die stoffliche Nutzung die Verteuerung von Produktion und Logistik sowie die weiter steigenden Holzpreise, berichtet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI).

Hackschnitzel der Qualitätsklasse A2 kosten im dritten Quartal 2022 durchschnittlich 36,33 Euro/Schüttraummeter (SRm) netto oder 4,04 ct/kWh bei einer Abnahmemenge von 80 SRm. Zu fossilen Energieträgern wie Diesel oder Gas haben Hackschnitzel weiterhin einen deutlichen Preisvorteil.

Allerdings sei auch bei Hackschnitzelkesseln eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Ein anderer Grund sei, dass z.B. in vielen Wärmenetzen neben Hackschnitzeln auch Öl und Gas verwendet werden können, zurzeit aber aus Kostengründen ausschließlich oder überwiegend auf Hackschnitzel gesetzt werde.

Hackschnitzel: teurer, aber weiterhin günstig

Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen sind die Preise für Holzhackschnitzel im 3. Quartal nur moderat gestiegen.

Auch Hackschnitzel seien in den letzten Monaten von den Verwerfungen der Energiemärkte nicht verschont worden. Dabei sei der Anstieg trotz höherer Produktions- und Transportkosten im Vergleich zu anderen Brennstoffen moderat und heimische Hackschnitzel weiterhin günstig, erklärt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele.

Das ist der DEPI-Hackschnitzelpreis

Der Hackschnitzelpreis wird vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) quartalsweise erhoben. Der Erhebungszeitraum endet am 15. des dritten Monats des laufenden Quartals. Er bezeichnet den Durchschnittspreis (netto) in Deutschland für einen Schüttraummeter der jeweiligen Qualitätsklasse.

Qualitätsklasse A1 ist angelehnt an die Qualitätsklasse ENplus A1 (Wassergehalt ≤ 15 m-%, Aschegehalt ≤ 1,5 m-%, Feinanteil ≤ 5 m-%). Qualitätsklasse A2 ist angelehnt an die Qualitätsklasse ENplus A2 (Wassergehalt 20-35 m-%, Aschegehalt ≤ 2,5 m-%, Feinanteil ≤ 8 m-%). Qualitätsklasse B entspricht der Qualitätsklasse ENplus B (Wassergehalt ≥ 35 m-%, Aschegehalt ≤ 5 m-%, Feinanteil ≤ 10 m-%).

Mit Material von DEPI, Forstpraxis.de

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