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Biomasse

Hirse: Als Mais-Alternative auf dem Prüfstand

von , am
04.01.2013

Hannover - Welche Erträge bringt die Hirse in unserer Klimazone? Und ist die Hirse ein sinnvolle und vor allem rentable Alternative zum Mais? Sieben Bundesländer erforschen das gemeinsam.

Wenn sich die klimatischen Anbaubedingun- gen verbessern, könnte die Hirse eine interessante Ergänzung im bioenergetisch nutzbaren Fruchtartenspektrum werden. © hapo/landpixel
Eignet sich Hirse in unseren Breiten als Energiepflanze und ist ein Anbau als Alternative oder Ergänzung zu Mais sinnvoll und rentabel? Diesen Fragen geht ein 2011 gestartetes dreijähriges Verbundvorhaben von sieben Bundesländern auf den Grund. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet, werden in niedersächsischen Teilvorhaben wird der vergleichende Anbau von Mais und Hirse untersucht, welchen Einfluss die Fruchtart und die Sorte auf die Bestandsentwicklung und den Ertrag haben.

Zielsetzung: Sortenempfehlungen zum Hirseanbau

Auf drei unterschiedlichen Standorten prüft die Landwirtschaftskammer Niedersachsen dafür 16 Hirsesorten und zwei Maissorten. Die Ergebnisse sollen anschließend standortbezogene Sortenempfehlungen zum Hirseanbau und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung der Erträge ermöglichen.
 
Die verfügbaren Sorten werden dabei in Reifegruppen eingeteilt, um die spätere Sortenwahl zu vereinfachen. Im Vergleich zum Mais, der für die hiesigen klimatischen Bedingungen seit Jahrzehnten untersucht wird, steht die Hirsezüchtung für unsere Klimazonen noch am Anfang. Das Verbundprojekt zielt daher auf eine Gesamtbewertung von Hirsearten und -hybriden ab und beinhaltet sowohl pflanzenbauliche als auch ökonomische und ökologische Aspekte. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. gefördert.
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