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Biomasse

Holzpellet-Produktion stellt neuen Rekord auf

von , am
02.11.2012

Berlin - Die deutsche Holzpelleterzeugung hat sich in den ersten drei Quartalen 2012 so dynamisch entwickelt, dass für das gesamte Jahr von einem neuen Produktionsrekord ausgegangen werden kann.

Der Preis für Holzpellets ist im März im Vergleich zum Vormonat stabil geblieben. © DEPV
Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) am vergangenen Mittwoch mitteilte, dürfte die Herstellung der Presslinge im laufenden Jahr erstmals die Marke von 2 Mio t überschreiten. Demnach würde die Vorjahresmenge von 1,88 Mio t um mehr als 6 Prozent übertroffen. Vor allem das dritte Quartal habe sich mit einem Erzeugungsanstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum prächtig entwickelt, womit die Versorgungslage auch bei einem kalten Winter gesichert sei, erklärte der Verband.
 
"Das zeigt die hervorragende Eignung des Standortes Deutschland für die Pelletproduktion. Es gibt weiterhin ein großes Ausbaupotential für Pelletheizungen, bei flächendeckender Versorgungssicherheit", betonte der geschäftsführende DEPV-Vorsitzende, Martin Bentele.

Produktionsüberschüsse werden nach Italien exportiert

Dem Verbandschef zufolge wächst auch der Inlandsverbrauch, der im laufenden Jahr gegenüber 2011 um rund 200 000 t auf 1,6 Mio t zunehmen dürfte. Die noch vorhandenen Produktionsüberschüsse würden vor allem als Sackware nach Italien oder in Kraftwerke exportiert. Beim DEPV sei man jedoch zuversichtlich, dass sich der Ausbau effizienter Pelletheizungen in Deutschland in den nächsten Jahren weiter entwickeln werde, so dass die heimische Produktion künftig komplett zur Abdeckung der Inlandsnachfrage eingesetzt werden könne.
 
Nach Angaben des Verbandes ist Deutschland europaweit der größte Pelletproduzent. Weltweit gesehen werden nur in den USA und Kanada mehr Holzpresslinge hergestellt. Der DEPV beziffert die bundesweite Anzahl der Anlagen zur Pelletproduktion auf 54. Fünf Hersteller mit einer Menge von mehr als 100 000 t im Jahr erzeugten dabei rund 60 % der gesamten Produktionsmenge.
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