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Biogas

Horst Seide neuer Präsident des Fachverband Biogas

von , am
01.02.2013

Leipzig - Führungswechsel beim Fachverband Biogas. Am Donnerstag verabschiedete sich Josef Pellmeyer nach zwölf Jahren aus dem Amt des Präsidenten. Horst Seide übernimmt.

Zwölf erfolgreiche Jahre

Die Neuwahlen fanden im Rahmen der Jahrestagung des Fachverbandes in Leipzig statt. Das Amt des Präsidenten des Fachverbandes Biogas übernimmt Horst Seide, der bereits Mitglied des Präsidiums war. Auf den Niedersachsen warten in den kommenden Monaten harte Diskussionen mit der politischen Klasse. Gilt es doch in Wahlkampfzeiten umso mehr, den verantwortlichen Politikern die Qualitäten der Erneuerbaren Energie Biogas vor Augen zu führen.
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Altmaiers Vorschläge stoßen auf Unverständnis

Die überraschenden neuerlichen EEG-Vorschläge von Bundesumweltminister Peter Altmaier zu einer so genannten "Strompreissicherung" trafen bei den Tagungsteilnehmern und Ausstellern auf Unverständnis. "Das Projekt Energiewende ist für Deutschland und die Welt zu wichtig, als dass jetzt aus offensichtlich wahltaktischen Gründen vermeintlich kostensenkende Maßnahmen vorgeschlagen werden, die nur zusätzliche Verunsicherung hervorrufen", mahnt der scheidende Präsident Pellmeyer. Die Vorschläge würden den gänzlichen Stopp des Neuanlagenzubaus in der gesamten Erneuerbaren Energien Branche und einen Eingriff in den Bestandsschutz bedeuten. "Der Bundesumweltminister konterkariert damit seine bisher eingeschlagene und begrüßenswerte Vorgehensweise, die EEG-Reform in einem geordneten Prozess ablaufen zu lassen", ergänzt Pellmeyer.

Deutschland mit Vorbildfunktion

"Zusätzlich zu der aktuellen EEG-Kostendiskussion fehlt den Biogasunternehmen das klare politische Bekenntnis zum Thema Biogas und damit die Planungssicherheit", bemängelt der neue Sprecher des Firmenbeirats im Fachverband Biogas e.V., Claus Rückert. So entstehe eine massive Verunsicherung und Zurückhaltung bei potenziellen Investoren. Nachdem in den Jahren 2009 bis 2011 pro Jahr rund 1.000 neue Biogasanlagen ans Netz gegangen sind, ist das Neuanlagengeschäft in 2012 auf unter 300 Anlagen eingebrochen. "Daher ist die Gefahr sehr groß, dass das lange und mühsam aufgebaute Know-how in den Firmen verloren geht und es zu Entlassungen und Insolvenzen kommt", erläutert Rückert. Die Welt schaue auf Deutschland und seine Energiewende. Nur wenn dieses Projekt erfolgreich fortgesetzt werde, könne Deutschland seine Vorbildfunktion erfüllen.
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