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Solar

Intersolar 2014: Aussteller setzen auf Systemlösungen

von , am
10.06.2014

München - 44.000 Besucher zählte die Solar-Leitmesse dieses Jahr. Insbesondere der Systemgedanke stand bei immer mehr Ausstellern im Fokus sowie Eigenverbrauchslösungen für Haushalte und Gewerbe.

Auf der Intersolar 2014 waren Energiespeichersysteme von großem Interesse. © Intersolar
Rund 1.100 Aussteller aus 48 Ländern zeigten an drei Messetagen Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Solarwirtschaft. Das Messeangebot in acht Hallen und dem Freigelände zog in diesem Jahr Besucher aus 145 Ländern an. Die Rangliste der Länder mit den meisten Ausstellern führten in diesem Jahr Deutschland, China, Österreich, Italien und Frankreich an. Auf der Intersolar Europe war die Internationalisierung deutlich zu spüren.
 
Die Unternehmen machen ihre Geschäfte zunehmend außerhalb Europas, wo die Märkte besonders wachsen, wie in China und Südostasien, Japan oder den USA.

Systemlösungen punkten

Besonders der Systemgedanke steht bei immer mehr Ausstellern im Mittelpunkt, so das Fazit der Veranstalter. Viele Unternehmen stellten Eigenverbrauchslösungen für Haushalte und Gewerbe vor, die in Kombination mit Energiespeichern für eine höhere Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen sorgen sollen. Mit intelligenten Energiemanagementsystemen sollen sich Speicher zukünftig effizient vernetzen können, um überschüssigen Strom länger verfügbar zu machen. Außerdem rücke die Kombination mit Technologien wie PV, Solarthermie, Hackschnitzel- und Pelletsheizungen, Mini-Blockheizkraftwerke bzw. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Brennstoffzellenheizungen und Wärmepumpen in den Fokus.

Deutschland übernimmt weiterhin Pionierrolle

Obwohl sich die Solarmärkte zunehmend internationalisieren, gehe von Deutschland als Vorreiter der Energiewende weiterhin eine große Strahlkraft aus, schlussfolgerten die Solarexperten. Im Bereich Solarstromspeicher nehme Deutschland zudem eine Pionierrolle ein mit einem weltweit einzigartigen Haushaltsspeicher-Förderprogramm.
 
Experten der Branche, unter anderem der BSW-Solar, forderten daher verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiewende statt Verunsicherung durch die Diskussion um eine Belastung des Eigenverbrauchs.
 
Führende Solarunternehmen forderten zudem im Rahmen des Executive Panels auf der Intersolar Europe Conference den Aufbau einer neuen Versorgungsstruktur. Diese solle aus erneuerbaren Energien als Basis und flexiblen Gaskraftwerken sowie neuen Speichertechnologien zur Unterstützung bestehen. Statt das bisherige System nur in einzelnen Punkten anzupassen, müsse endlich eine klare Linie zur Anpassung des Gesamtsystems festgelegt werden.
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