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Kohleausstiegsgesetz

Kein Wärmebonus für erneuerbare Brennstoffe

am Freitag, 31.01.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Das Kohleausstiegsgesetzt enthält auch eine Regelung zur KWK. Den darin vorgesehene Wärmebonus bekommen aber nicht alle.

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Kohleausstiegsgesetzes beschlossen, der auch Regelungen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfasst. Darin ist auch ein Bonus für erneuerbare Wärme vorgesehen. Allerdings fehlt bei der Ausgestaltung dieses Wärmebonus eine Einbindung erneuerbarer Brennstoffe völlig. Dies kritisieren die Bioenergieverbände und fordern die Aufnahme von Biomasse in den Bonus für erneuerbare Wärme.

Reduktion von Treibhausgas mit erneuerbaren Brennstoffen

Der Ausschluss von erneuerbaren Brennstoffen entbehre aus Sicht der Bioenergieverbände auch jeglicher sachlicher Grundlage. Der Betreiber eines Wärmenetzes oder eines Industrieunternehmens solle frei entscheiden können, mit welchen erneuerbaren Technologien das Wärmenetz bzw. die Industrieprozesse dekarbonisiert werden. Wenn das Wärmenetz bzw. der Betrieb aufgrund von technischen oder wirtschaftlichen Anforderungen die Zufeuerung von Brennstoffen benötigen, dann sollen auch erneuerbare Brennstoffe wie Holz oder Biogas in KWK-Systemen für die Reduktion von Treibhausgasen genutzt werden dürfen.

Notwendige Änderungen vornehmen

Die Bioenergieverbände fordern den Bundestag dazu auf, im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens die notwendigen Änderungen vorzunehmen und erneuerbare Brennstoffe wie Holz und Biogas in den Bonus für erneuerbare Wärme einzubeziehen. Ziel müsse es aus ihrer Sicht sein, den Kohleausstieg mit einem Anstieg von erneuerbaren Lösungen auch in der Fernwärme und der Industrie zu begleiten.

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