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Windenergie

Kleinwindkraftanlagen für Agrarbetriebe: Alternative zu PV und CO.?

Kleinwindräder
am Samstag, 20.08.2022 - 05:00 (3 Kommentare)

Welche Rolle spielen zukünftig Kleinwindenergieanlagen mit Höhen von bis zu 50 Meter? Gerade für Landwirte könnten sie eine spannende neue Form der Energiegewinnung für den Eigenbedarf sein. Auch Hybridsysteme mit PV sind denkbar. Ein Einblick.

Mittlerweile sind große Windenergieanlagen eine etablierte Technologie im Rahmen der Energiewende und großflächig im Einsatz. Kleine Windenergieanlagen hingegen werden häufig vernachlässigt. Trotzdem können diese in Verbindung mit Speichern und Solaranlagen einen maßgeblichen Anteil zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen beitragen.

Windenergie: Stromerzeugung im Februar reicht für sieben Mio. Haushalte

Anfang dieses Jahres gab es einen neuen Rekord in der regenerativen Stromerzeugung. Allein im Februar 2022 haben Windenergieanlagen 21 Mrd. kWh Strom erzeugt. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, stellt fest: „Windenergieanlagen haben im Februar in etwa so viel Strom erzeugt, wie sieben Millionen Haushalte in einem ganzen Jahr verbrauchen. Das zeigt, welches Potenzial in der Windenergie liegt.“

Aber nicht nur große Windenergieanlagen liegen im Trend. Im Zentrum des Interesses stehen immer mehr auch Anlagen mit geringerer Höhe, sogenannte Kleinwindenergieanlagen (KWEA).

Kleinwindkraft: großes Marktpotenzial und vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Gerade für Landwirte und Gewerbebetreibern sind die kleinen Anlagen vorteilhaft. Der Projektleiter der EnergyDecentral sieht hier ein großes Interesse. „Die weltweite Bedeutung der Kleinwindenergieanlagen wird bisher unterschätzt. Das Marktpotenzial ist riesig, die Einsatzmöglichkeiten vielfältig“, so Marcus Vagt.

Laut dem Bundesverband Windenergie fallen alle Anlagen bis 100 kW Generator-Nennleistung in die Kategorie der KWEA. Diese Anlagen werden schwerpunktmäßig in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben parallel zum Netz betrieben. Bei Anlagen unter 50 Metern Höhe ist lediglich eine Baugenehmigung erforderlich, denn sie gelten nicht als raumbedeutsam. Der Vorteil hierbei ist, dass man keine langen Genehmigungsverfahren durchlaufen muss. Im Durchschnitt dauert der Prozess der Planung und Genehmigung von großen Windrädern einige Jahre.

Aufbau einer Windkraftanlage in Bildern

Hybridsysteme: Vorteil bei Kombination von Kleinwindkraft mit PV

Damit sich die Zuverlässigkeit der Versorgung in windärmeren Regionen gewährleisten lässt, kommen Hybridsysteme zum Einsatz. Diese umfassen neben der Windkraft auch Photovoltaik (PV) mit Stromspeicher. Dabei wird die gewonnene Energie über ein intelligentes Energiemanagementsystem auf alle Sektoren des Energiebedarfs aufgeteilt.

Besonders interessant ist das System für PV-Anlagen, bei denen die EEG-Förderung bald ausläuft. Dort ist die Kleinwindkraft eine lukrative Ergänzung in sonnenschwachen Monaten. Mehr zu der Technologie erfahren Sie vom 15. Bis 18. November bei der EnergyDecentral 2022.

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