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Stromnetz

Kosten für Noteingriffe am Stromnetz explodieren

Strommast
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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
19.06.2018

Im vergangenen Jahr sind die Ausgaben für sogenannte Noteingriffe wegen unzureichender Netzkapazitäten auf einen Rekordwert von 1,4 Milliarden Euro gestiegen.

Die Kosten werden über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt und landen am Ende beim Verbraucher. Grund für den Anstieg war nach Angaben der Bundesnetzagentur eine europaweite Kälteperiode zu Beginn des Jahres 2017, die zu einer starken Belastung der Stromnetze geführt habe. Zudem sei 2017 das Jahr mit der bislang höchsten Einspeisung von Strom aus Windenergieanlagen gewesen. Deshalb habe zunehmend auch die Stromproduktion von Offshore-Windparks heruntergefahren werden müssen.

Reservekraftwerke im Süden hochgefahren

Im stürmischen Herbst und Winter müssen im Norden immer wieder Gas- und Kohlekraftwerke heruntergefahren oder Windparks gegen Kostenerstattung abgeschaltet werden, weil sonst mehr Strom produziert würde, als die Netze aufnehmen können. Anders sieht es im Süden aus. Da der Stromnetzausbau nur schleppend voran kommt, müssen dort konventionelle Reservekraftwerke hochgefahren werden.

Nur Netzausbau kann Kosten verringern

Die zuvor höchsten Gesamtkosten waren 2015 mit rund 1,1 Milliarden Euro angefallen, im windarmen Jahr 2016 waren es rund 880 Millionen Euro. "Nur der Netzausbau kann langfristig die hohen Kosten für die Netz- und Systemsicherheit senken", kommentierte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, die Zahlen.

Mit Material von dpa

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