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Aus der Wirtschaft

Landwirte schultern Energiewende

von , am
31.10.2012

Hannover - Die Energiewende spielt sich in erster Linie auf dem Lande ab. Dafür stehen bundesweit 22.000 Windkrafträder, 7.000 Biogasanlagen und mehr als eine Millionen Solaranlagen.

Stockende Energiewende: Die EEG-Reform wird zur politischen Zerreißprobe. © SusaZoom/fotolia.com
Diese Zahlen hat nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes die Agentur für Erneuerbare Energien jetzt vorgelegt. Landwirte, die sich neben ihren traditionellen Aufgaben auch als Energiewirte verstehen, haben dazu in der Vergangenheit erhebliche Investitionen getätigt und die Wirtschaftskraft in ländlichen Regionen gestärkt.
 
Allein die Deutsche Rentenbank beziffert das Neugeschäft mit Programmkrediten für den großen Bereich "Erneuerbare Energien" auf 853 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012, das war fast ein Drittel des Gesamtvolumens. Mit dem Förderprogramm "Energie vom Land" wurden im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro als Darlehen vergeben, davon 1,5 Milliarden Euro für Biogasanlagen, 700 Millionen Euro für Solaranlagen und 270 Millionen für Windkraft.

Einbruch beim Biogas-Ausbau

Bei den Biogasanlagen gab es 2012 einen deutlichen Einbruch auf ein Drittel des Vorjahresniveaus. Wichtige Parameter für weitere Erfolge bei dem Umstieg auf regenerative Energiequellen sind nach Einschätzung von Fachleuten nicht nur die Höhe der Vergütung für die Strom- oder Gaseinspeisung, sondern auch die Rechtssicherheit, die Netzanschlusspflicht oder der Einspeisevorrang.

Pacht für neue Stromtrassen

Aus landwirtschaftlicher Sicht müssen auch bei dem Entgelt für die Energieleitungen neue Modelle der Entschädigung gefunden werden, das Landvolk Niedersachsen macht sich hier für eine jährlich wiederkehrende Pachtzahlung als Ausgleich für die Nutzung der Fläche stark.
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