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Energiepflanzen

Langzeittest: Silphie liefert hohe und stabile Erträge

Durchwachsene_Silphie-Köhler/TLLLR
am Donnerstag, 13.02.2020 - 10:24 (Jetzt kommentieren)

Die Energiepflanze Silphie bietet stabile Erträge auf Mais-Niveau und lässt sich auch von klimatischen Einflüssen nur wenig beeindrucken. Dies zeigen Erfahrungen aus 14 Anbaujahren.

Landwirte in Deutschland setzen für ihre Biogasanlagen verstärkt auf die Durchwachsene Silphie. Auf inzwischen rund 3.000 Hektar wächst die Energiepflanze zurzeit, Tendenz steigend. Für ihren Anbau spricht einiges: Ihre Blüten bieten Insekten Nahrung, als Dauerkultur schont sie die Böden, ihr Bedarf an Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln ist gering und mit ihren Erträgen spielt sie durchaus in der Mais-Liga mit.

Vor allem bleiben die Erträge der Silphie über viele Jahre vergleichsweise konstant und selbst deutlich über 10 Jahre alte Bestände zeigen bislang keine signifikanten Ertragsrückgänge. Dies belegen umfangreiche Ergebnisse von Langzeituntersuchungen des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), der N. L. Chrestensen Samenzucht und Produktion GmbH Erfurt und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Silphie: Geringere Methanerträge

Bereits bei 10-jähriger Nutzungsdauer ist die blütenreiche Dauerkultur dem Mais hinsichtlich der Kosten für Frisch- und Trockenmasse im langjährigen Durchschnitt überlegen. Zudem gelingt es ihr, mit wechselnden klimatischen Verhältnissen recht gut zurechtzukommen. Allerdings reichen ihre Methanerträge nicht an die des Maises heran, woraus sich rechnerisch leichte Aufschläge für die Rohstoffkosten bei Biogas ergeben.

Als guter Stickstoff-Verwerter ist die insektenfreundliche Silphie durchaus in der Lage, ihren Stickstoffbedarf aus Gärresten abzudecken. Langzeitvergleiche zwischen mineralischer und Gärrestdüngung zeigten keine signifikanten Ertragsunterschiede, so dass sich ein Verzicht auf Mineraldünger durch organische Düngergaben gut ausgleichen lässt.

Die EEG-Vergütung ist entscheidend

Für die Anlage der Bestände – heute in der Regel durch alleinige Aussaat oder unter Mais als Deckfrucht – liegen laut Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) inzwischen belastbare Erfahrungen auch bezüglich der Kosten vor. Danach zeichnet sich ab, dass Standorte mit ausreichender Wasserversorgung bei der gemeinsamen Aussaat von Silphie und Mais auch im ersten Jahr bereits gute Erträge liefern. In niederschlagsärmeren Regionen erweist sich eher die alleinige Aussaat der Silphie als ökonomisch vorzüglich, auch wenn auf verwertbare Erträge im ersten Jahr verzichtet werden muss.

Interessant wäre ein solches 10 oder mehr Jahre dauerndes Engagement vor allem für jene Landwirte, deren Biogasanlagen noch hinreichend lange über das EEG vergütet werden. Sie können mit der Silphie nicht nur ihre Substratbeschaffung diversifizieren und viel für Natur und Umwelt leisten, sondern die ökologischen Vorzüge entsprechender Bestände zumindest beim Greening geltend machen.

Mit Material von fnr

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