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Biomasse

Mehr als 20.000 neue Pelletheizungen installiert

von , am
03.09.2013

Berlin - Das Heizen mit dem alternativen Brennstoff Holzpellets wird in Deutschland immer beliebter. Im ersten Halbjahr 2013 wurden über 20 000 neue Anlagen installiert.

Der Preis für Holzpellets ist im März im Vergleich zum Vormonat stabil geblieben. © DEPV
Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) anlässlich seiner Halbjahresbilanz am vergangenen Donnerstag (29.8.) mitteilte, gab es damit erstmals mehr als 300.000 solcher Feuerungsanlagen im Bundesgebiet.
 
Bis Jahresende soll die Zahl auf 325.600 Heizungen steigen und dann fast 17 Prozent (%) über dem Vorjahresniveau liegen. Für den DEPV-Vorsitzenden Martin Bentele ist diese Entwicklung keine Überraschung, denn zunehmend würden alte Ölheizungen durch moderne Pelletheizungen ersetzt; zudem sei das Heizen mit den Presslingen im Vergleich zu Heizöl rund 30 % günstiger.

DEPV fordert Konzepte von der Politik

Zur Diskussion um ein Verbot von Ölheizungen sagte Bentele: "Der Einbau von neuen Ölheizungen kann heute schon komplett durch erneuerbare Alternativen wie Pelletheizungen ersetzt werden. Dies ist in Deutschland an jedem Standort möglich. Wenn die Energiewende am Wärmemarkt erfolgreich sein soll, muss die Politik aber endlich mittelfristige Konzepte anbieten, wie bis 2030 der aktuelle Bestand von 6 Millionen Ölheizungen ausgetauscht werden kann."

Versorgungssicherheit gewährleistet

Sorgen um die Versorgungssicherheit müssen sich die Pelletheizer dabei nicht machen. Nach Angaben des DEPV stieg die Erzeugung der Holzpresslinge auch im ersten Halbjahr 2013 weiter an, und zwar um 2,8 % auf 1,07 Mio t. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband eine Produktion von 2,2 Mio t, die rund 4,5 % über dem Vorjahresniveau liegen dürfte. "Diese Entwicklung macht deutlich, welche Anstrengungen die deutschen Pelletwerke trotz eines knappen Angebots an Sägenebenprodukten unternommen haben, um das hohe Produktionsniveau zu halten", betonte Bentele.
 
Die Versorgung sei auch gesichert, da lediglich 86 % der heimischen Gesamterzeugung in Deutschland verbraucht würden. Der DEPV
bezifferte die Anzahl der deutschen Pelletproduzenten auf 37. Sie seien bundesweit an 54 Standorten aktiv; fünf große Hersteller erzeugten mit einer Menge von jeweils mehr als 100 000 t/Jahr etwa 60 % der Gesamtproduktion. Es würden fast ausschließlich Premiumpellets hergestellt, die zur Wärmegewinnung in kleinen und mittleren Anlagen Verwendung finden.
 
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