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Öffentlichkeitsarbeit

Michael Reber: Bloggen für die Landwirtschaft

Biogasanlage
am Freitag, 25.10.2019 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Energielandwirte stehen in der Öffentlichkeit. Viele fürchten sich, in ein schlechtes Licht gerückt zu werden. Doch es kann auch anders gehen, wie das Beispiel von Biogasanlagenbetreiber Michael Reber zeigt.

Michael Reber ist Biogasanlagenbetreiber, Landwirt, Blogger, Lokalpolitiker, Social-Media-Experte, Seminarleiter und Familienvater. Der 47-Jährige betreibt seit zehn Jahren in der Nähe von Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, eine Biogasanlage. Auf 250 ha Ackerfläche baut er das Substrat für die Biogasproduktion an, darunter Mais und Durchwachsene Silphie. Er arbeitet jeden Tag intensiv, um seine Anlage erfolgreich zu führen, so wie andere Energiewirte es auch tun. Es gibt allerdings einen Unterschied. Reber arbeitet und spricht darüber und teilt seinen Alltag über die sozialen Medien mit seinen zahlreichen Followern. Er kennt die positiven Entwicklungen, die daraus entstehen, wenn man sich in der Öffentlichkeit zeigt.

Öffentlichkeitsarbeit: Es gibt auch Schattenseiten

Aber er hat auch Schattenseiten erfahren, mit denen man sich auseinandersetzen muss, sobald man seine Arbeit gläsern macht. Dabei geht es um beleidigende Kommentare, aber auch um Kritik und Häme von Berufskollegen. Es geht um den Alltag eines engagierten Mannes, der es sich zur Aufgabe macht, sein berufliches Leben öffentlich zu zeigen, damit auch Menschen fernab der Landwirtschaft die Realität zwischen Acker und Anlage nachvollziehen können.

Viele Kanäle nutzen

In dem Jahr, als es losging mit der regenerativen Energieproduktion, kam Reber auch zum ersten Mal mit Öffentlichkeitsarbeit in Berührung. Es meldeten sich Gruppen und Einzelpersonen, die erfahren wollten, wie so eine Biogasanlage funktioniert. Reber lud sie auf seinen Betrieb ein und zeigte ihnen neben der Biogasanlage auch den damaligen Schweinestall. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich festgestellt, wie weit die Menschen sich bereits von der Realität auf unseren landwirtschaftlichen Betrieben entfernt haben. Dagegen wollte ich was tun und entschied mich, mehr über meine Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu sprechen”, sagt Reber.

Neben der Arbeit vor Ort, postete Reber auch mehr und mehr auf Facebook und startete vor ein paar Jahren auch mit Youtube-Videos über seinen Alltag. Bis heute ruft er gern bei seiner Lokalzeitung an, wenn ihm ein spannendes Thema einfällt. So steht dann eben ab und zu etwas Positives über die Landwirtschaft in der Zeitung.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im agrarheute Energie Magazin November 2019.

Saugbagger: Fermenterreinigung in einer Biogasanlage

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