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Netzausbau: Bundesnetzagentur legt neue Pläne vor

von , am
15.04.2013

Die Bundesnetzagentur legt ihre neuen Netzentwicklungspläne vor, wobei sich der aktuelle Szenariorahmen durch eine wesentlich größere Detailtiefe auszeichnet als bisher.

Die großen Netzbetreiber stellen heute ihren zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans zum Ausbau des Stromnetzes vor. 26.000 Einwände von Bürgern mussten darin berücksichtigt werden. © Jetti Kuhlemann/pixelio.de
Die Bundesnetzagentur hat den Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Strom (NEP) und den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) 2014 vorgestellt und gleichzeitig zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Damit sind nun alle Institutionen und Bürger aufgerufen, sich bis zum 17. Mai an der Ausgestaltung des weiteren Netzausbaus in Deutschland zu beteiligen.
 
 
 
 

Größere Detailtiefe durch bessere Datenbasis

"Der aktuelle Szenariorahmen zeichnet sich durch eine wesentlich größere Detailtiefe gegenüber den beiden vorangegangenen Szenariorahmen aus", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann , vergangene Woche in Berlin. Diese habe man vor allem durch eine umfangreichere Datenbasis erzielt. Durch sie sei insbesondere die Methodik zur Regionalisierung der zusätzlich installierten Leistung aus Erneuerbare- Energien-Anlagen weiterentwickelt worden.

Regionaler Verteilungsschlüssel für Erzeugungsanlagen

Bei der Regionalisierung handelt es sich laut Netzagentur um einen regionalen Verteilungsschlüssel für Erzeugungsanlagen. Bisher stützte sich dieser für das Szenario A und das Leitszenario B ausschließlich auf die Meldungen der Bundesländer. Wegen erheblicher Einwände bezüglich dieser Regionalisierungsmethode haben die Übertragungsnetzbetreiber den regionalen Verteilungsschlüssel für das Szenario A und das Leitszenario B weiterentwickelt. Die Grundlage hierfür bilden eine bundesweite Mittelfristprognose durch einen unabhängigen Gutachter im Auftrag der Übertragungsnetzbetreiber sowie die Bestandszahlen der Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Werte der Erneuerbare-Energien-Anlagen korrigiert

Der Bundesnetzagentur zufolge unterscheiden sich die Werte zur bundesweit installierten Leistung bei den Erneuerbare-Energien-Anlagen im Leitszenario B zu den im Vorjahr genehmigten Werten durch einen leichten Anstieg im Bereich Wind onshore um etwa zwei Prozent sowie durch einen Rückgang des im vorigen Jahr angenommenen Ausbaus in den Bereichen Wind offshore um rund neun Prozent und bei Photovoltaik um fünf Prozent. Die Annahme hinsichtlich der installierten Leistung konventioneller Kraftwerke im Leitszenario B wurde zudem im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt rund sieben Prozent zurückgenommen.
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