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Solarenergie

Neue Auschreibungsrunde auf Agrarflächen

Solaranlage auf Freifläche
© Mühlhausen/landpixel
von am
10.04.2018

Photovoltaik-Freiflächenanlagen dürfen auch in diesem Jahr auf landwirtschaftlichen Nutzflächen errichtet werden, zumindest in Süddeutschland.

Aktuell dürfen wieder Gebote für Projekte auf Ackerland- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten der Länder Baden-Württemberg und Bayern abgegeben werden. Vergangene Woche startete die Bundesnetzagentur eine neuerliche Ausschreibungsrunde. In beiden Ländern sind die jährlichen Kontingente noch nicht ausgeschöpft. Für Baden-Württemberg sind noch Zuschläge mit einem Volumen von bis zu 96,55 MW möglich. In Bayern sind 2018 noch bis zu 20 Zuschläge erlaubt.

Süd-Länder dürfen mehr Freiflläche bebauen

Der Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünland nach der Freiflächenverordnung des Bundes war bisher auf die Jahre 2016 und 2017 beschränkt und umfasste jeweils eine Obergrenze von 400 ha. Die beiden Süd-Länder haben jetzt als bislang einzige von einer Länderöffnungsklausel im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) Gebrauch gemacht. Nach der baden-württembergischen Freiflächenöffnungsverordnung vom März letzten Jahres gilt dort eine Grenze von 100 MW pro Jahr. Die ebenfalls im März 2017 beschlossene bayerische Regelung begrenzt die Zahl der Vorhaben auf maximal 30 im Jahr.

Höchstwert liegt bei 8,84 Cent/kWh

In der neuen Ausschreibungsrunde beträgt der Höchstwert 8,84 Cent/kWh bei einem Ausschreibungsvolumen von 182 479 KW. Gebotstermin ist der 1. Juni 2018. Bis zu diesem Tag können Gebote bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. Ihren Angaben zufolge erhalten die niedrigsten Gebote den Zuschlag, bis das Volumen der Ausschreibung erreicht ist. Es gilt das Gebotspreisverfahren, so dass der Zuschlagswert dem jeweils angebotenen Wert entspricht.

Mit Material von AgE

Elektroauto auf dem Betrieb: Solarstrom selbst nutzen

E-Auto vor Garage
Mit kurzen Distanzen – sei es auf das Feld, zum nächsten Betrieb oder nur zum Einkaufen – und selbst erzeugtem Strom, zum Beispiel durch PV-Anlagen mit Eigenverbrauch, erscheint Elektromobilität rentabel. Zudem gibt es derzeit eine Förderung von 4.000 Euro auf jedes neu zugelassene Elektroauto. © Julia Eder/agrarheute
Thomas Lehner mit E-Auto
Thomas Lehner fährt erst seit August 2017 elektrisch. Positiv überzeugt haben ihn das komfortable, stufenlose Getriebe, das volle Drehmoment, das ab der ersten Motorumdrehung verfügbar ist und das E-Auto „spritzig“ macht. © Julia Eder/agrarheute
Anzeige im Elektro-Smart
Des weiteren gibt es keine Vibrationen im Auto und je nach Typ ist es auch bei der Fahrt sehr leise. Zudem ist der Bremsenverschleiß deutlich geringer, da mit Energierückgewinnung gebremst wird, wie an der rechten Anzeige ersichtlich ist. Das führt mitunter allerdings zu schneller rostenden Bremsen. © Julia Eder/agrarheute
Walter Dankesreiter mit Elektro-Smart
Landwirt Walter Dankesreiter fährt seit 2013 einen elektrisch angetriebenen Smart. Bei mehr als 20.000 km im Jahr zeigt der Kilometerstand des E-Autos inzwischen 105.000 km. Dass die Akkuleistung oder Reichweite nachließe, merkt Dankesreiter nicht. © Julia Eder/agrarheute
E-Smart vor Stall
Bei den beiden Landwirte nehmen die zwei Batterien 3,0 kW beziehungsweise 3,8 kW Ladeleistung in Anspruch, wenn man sie an eine (am besten leistungsangepasste) Schuko-Steckdose anschließt. © Julia Eder/agrarheute
Ausgangsleistung einer PV-Anlage
Produziert die eigene Anlage gerade weniger als diesen Wert, abzüglich des ohnehin vorhandenen Verbrauchs im Haushalt, wird die Leistung über den Bezugsstrom für rund 28 Cent/kWh zugekauft. © Julia Eder/agrarheute
Ladedose an E-Auto
Wichtig zu wissen: Lädt man das Auto nicht zu Hause, sondern öffentlich, muss der Fahrer den richtigen Stecker dabei haben. Denn je nach Ladestation gibt es fünf verschiedene Steckertypen. © Julia Eder/agrarheute
Konsolenanzeige im Elektrosmart
Weitere Informationen, Praktikerurteile und Beispielrechnungen, wann sich ein Elektroauto lohnt, lesen Sie in der agrarheute-Ausgabe Januar 2018. © Julia Eder/agrarheute
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