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Erneuerbare Energie

Neue Speichertechnik: Salzbergwerke als größte Batterie der Welt

Windkraft im Sonnenlicht
© ah/pixabay
von , am
23.11.2017

Wissenschaftler präsentieren eine neue Speichertechnik für erneuerbare Energie. Dabei sollen Salzstöcke zum Akku der Energiewende werden.

Eine der großen Fragen der Energiewende lautet: Wie kann überschüssiger Strom aus Wind und Sonne gespeichert werden? Das Unternehmen EWE aus Oldenburg und Forscher der Universität Jena in Thüringen wollen eine Antwort darauf geben, meldet die dpa. Sie möchten den Akku für die Energiewende entwickeln.

Größte Batterie der Welt

EWE und die Wissenschaftler arbeiten daran, große Mengen Energie in unterirdischen Salzstöcken zu speichern. Ihr Speicherprojekt nennen sie "die größte Batterie der Welt". Diesem Ziel wollen sie nun einen großen Schritt näher gekommen sein, berichtet die dpa.

Details sollen an diesem Mittwoch gegen 13 Uhr in Berlin bekannt gegeben werden.

Strom in Salzlösungen speichern

EWE handelt mit Strom und Gas. Im Projekt Brine4power wird versucht, Strom in Salzlösungen (englisch: brine) zu speichern, die mit Polymeren versetzt sind. Das Speichern ist notwendig, weil Solar- und Windstrom anders als Kohle- oder Atomstrom nur bei passendem Wetter entsteht.

Projekt: Salzstock in Norddeutschland

In einem norddeutschen Salzstock wollen EWE und die Jenaer Wissenschaftler 700 Megawattstunden, die Energie von etwa zwei Dutzend Windrädern, speichern. Das entspricht etwa dem täglichen Strombedarf von 75.000 Haushalten. Es wird sich zeigen, ob eine Schlüsselfrage der Energiewende in Deutschland nun gelöst wird.

Mit Material von dpa, EWE

Aufbau einer Windkraftanlage in Bildern

Aufbau Windrad Siemens
230 Tonnen wiegt ein Maschinenhaus der Siemens D6 – im Vergleich zu anderen Anlagen dieser Leistungsklasse nicht viel. © www.siemens.com/presse
Aufbau Windrad Siemens
Die Gewichtsvorteile der Siemens D6 zahlen sich noch stärker auf  hoher See aus. Turm und Fundamente, Transport und Installation werden wirtschaftlicher dank des geringen Turmkopfgewichts (Gondel, Nabe und Rotor) von insgesamt nur rund 360 Tonnen.  © www.siemens.com/presse
Aufbau eines Siemens-Windrades
Als Offshore-Windturbine ist die Anlage auch in Sachen Sicherheit vorbildlich. Auf die beleuchtete Plattform können sich Techniker vom Helikopter aus abseilen – bei allen Wind- und Wetterbedingungen.  © www.siemens.com/presse
Aufbau eines Siemens-Windrades
Vier Meter Durchmesser hat die Nabe der SWT-6.0-154, an der die  Rotorblätter mit einer Länge von jeweils 75 Metern befestigt sind.  © www.siemens.com/presse
Aufbau einer Siemens-Windkraftanlage
Mit ihrer Leistung von 6 Megawatt zählt die Siemens SWT-6.0-154 zu den größten Windturbinen der Welt – und mit 195 Metern Höhe auch zu den höchsten.  © www.siemens.com/presse
Aufbau einer Windkraftanlage
Das gesamte elektrische System ist in das Maschinenhaus integriert, also auch Schaltanlagen und Transformator. So lässt sich die D6 besonders schnell in Betrieb nehmen. Die geräumige und ergonomisch aufgebaute Gondel bietet verbesserte Arbeitsbedingungen und leichten Zutritt zu sämtlichen Komponenten.    © www.siemens.com/presse
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