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Solar

Neuer Solarstrom-Rekord gemessen

von , am
03.07.2013

Berlin - Noch nie ist in Deutschland so viel Solarstrom produziert worden wie im Juni. Die Stromerzeugung durch Windkraft lag hingegen zehn Prozent unter der Produktion im Vorjahreszeitraum.

Der Strompreis soll laut Sigmar Gabriel mit der Novelle bis mindestens 2017 stabil bleiben. © Ernst Rose/Pixelio
Nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden trotz mäßigen Wetters 4309 Gigawattstunden (GWh) Solarstrom erzeugt. Das hängt auch damit zusammen, dass inzwischen bundesweit eine Leistung von über 32,5 Gigawatt installiert ist. Der bisherige Rekord wurde mit 4027 GWh im Mai 2012 erzielt. Die Stromerzeugung in Windkraftanlagen lag aufgrund der Witterung im ersten Halbjahr mit 22 500 GWh hingegen knapp zehn Prozent unter der Produktion im gleichen Vorjahreszeitraum (24 900 GWh).
 
Der stärkste Monat war laut BDEW mit 5030 GWh der Januar. Gerade die hohe Solarstromproduktion kann die Stromkosten weiter treiben, die Vergütungskosten für Solar- und Windstrom werden per Umlage auf den Strompreis abgewälzt. Zugleich senkt mehr Ökostrom die Preise an der Strombörse, also im Einkauf. Allerdings werden diese Effekte von den Versorgern oft nicht komplett weitergegeben.
 

Länder fordern größere Windrad-Abstände

Bayern und Sachsen wollen eine Bundesratsinitiative starten, um die Abstände zwischen Windrädern und Wohnhäusern zu vergrößern. Als Richtschnur für den Abstand soll das Zehnfache der Höhe eines Windrades gelten. Bei einem 200 Meter hohen Windrad wären dies zwei Kilometer. Laut Bundesumweltministerium gibt es derzeit keine bundesweit einheitliche Abstands-Regelung. "Wir wollen Windkraft, aber wir wollen auch unsere wunderschöne Landschaft nicht beeinträchtigen oder gar beschädigen", sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung der bayerischen und der sächsischen Staatsregierung im Neuen Schloss Schleißheim bei München.
 
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