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Biomasse

Neues Schätzverfahren für Biomasseertrag von Weiden

von , am
28.05.2014

Dresden/Gülzow - Ein praxistaugliches, zerstörungsfreies Schätzverfahren zum Ertrag von Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus Weiden haben Forscher der Technischen Universität (TU) Dresden entwickelt.

Das neue Biomasse-Schätzverfahren für Weiden kommt ohne Probenentnahme aus. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Träger des Projekts vergangeneWoche berichtete, wird die Trockenbiomasse einer solchen Kurzumtriebsplantage mit Hilfe des neu entwickelten Verfahrens des Instituts für Waldwachstum und Forstliche Informatik ohne Probenahme ermittelt.
 
Stattdessen wird lediglich eine Reihe von Brusthöhendurchmessern auf der Fläche gemessen, deren Anzahl von der Homogenität der KUP abhängig ist. Von diesem Wert leitet sich anhand unabhängiger Datensätze der Biomasseertrag ab.
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FNR stellt Ertragsschätzer kostenlos zur Verfügung

Bisherige Verfahren basierten nach Angaben der FNR auf verschiedenen Beprobungs- und Berechnungsmethoden, die regelmäßig mit einem sehr hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden waren. Ein bereits existierendes Schätzverfahren, das für Pappeln in einem Vorgängerprojekt entwickelt worden ist, konnte nicht einfach auf die Weide übertragen werden, sondern musste von den Wissenschaftlern anhand der spezifischen Faktoren für diesen KUP-Typ weiterentwickelt werden.
 
Die Ertragsschätzer für KUP aus Weiden und Pappeln sowie ein Standort-Leistungsmodell stehen laut FNR kostenlos auf der Homepage des Instituts fürWaldwachstum und Forstliche Informatik zur Verfügung. (http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/ fakultaet_forst_geo_und_hydrowissenschaften/fachrichtung_ forstwissenschaften/institute/ww/waldwachstum/forschung/ kup-ertrag)
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