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Biogaserzeugung

Neues Verfahren zur effizienten Biogas-Aufbereitung

Biogasanlage
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Katharina Krenn, agrarheute
am
06.06.2017

Ein neues Verfahren soll eine energiesparende Aufbereitung von Biogas in Biomethan ermöglichen und die Gasreinigung auch für kleine Anlagen wirtschaftlich machen.

Die Aufbereitung von Biogas zur Einspeisung in das Erdgasnetz kann in Zukunft deutlich energieeffizienter vonstatten gehen. Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Träger des vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Projekts am vergangenen Mittwoch mitteilte, hat das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart ein neues Verfahren für die Aminwäsche entwickelt, die zur Aufkonzentration genutzt wird.

Neues Verfahren bei geringeren Temperaturen möglich

Bei der klassischen Aminwäsche werde das abgetrennte CO2 bei Temperaturen von 120 °C aus der Absorberlösung ausgetrieben. Dagegen arbeite das neue optimierte Verfahren bei Temperaturen um 80 °C und mit dem Einblasen von Luft, so die Fachagentur. Für diese Vorgehensweise würden Absorberflüssigkeiten benötigt, die eine hohe CO2-Aufnahmekapazität besäßen und gleichzeitig unter dem Einfluss von Sauerstoff stabil blieben. Diese Entwicklung habe die Forschungsgruppe durch den Einsatz von Aminosäuresalzlösungen als Absorptionsmittel erreicht und in einer Technikumsanlage umfangreich geprüft.

Vorteile des neuen Verfahrens

Der neu entwickelte und energieeffizientere Gasreinigungsprozess von Biogas zu Biomethan mache diesen auch für kleinere Anlagen wirtschaftlich und erschließe Aufbereitungspotentiale, wenn er energie- und kosteneffizient sei. Ein weiterer Vorteil der eingesetzten wasserlöslichen Aminosäureverbindungen bestehe darin, dass sie sich auf biologischem Weg herstellen sowie biologisch abbauen ließen.

Mit Material von AgE

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