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Wind

Nordex erwartet von 2012 an wieder Wachstum

von , am
28.03.2011

Rostock/Hamburg - Der Windkraftanlagenbauer Nordex mit Sitz in Rostock und Hamburg rechnet nach dem Umsatzrückgang 2010 im kommenden Jahr mit einer Trendwende.

Der BBE hofft, dass die neue Regierung beim Ausbau der Erneuerbaren "Kurs hält". © Nordex AG
Wachstumsimpulse seien bereits sichtbar, sie sollten sich von 2012 an in steigendem Umsatz und Ergebnis niederschlagen, erklärte Vorstandschef Thomas Richterich laut einer Mitteilung anlässlich der Jahresbilanz. Besonders optimistisch sei er für Europa und Amerika.
In diesem Jahr erwarte Nordex hingegen lediglich Stagnation.
 
Zwar solle der Auftragseingang um 20 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zulegen, ein Großteil davon dürfte aber erst 2012 umsatzwirksam werden. 2010 musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent auf 972 Millionen Euro hinnehmen. Wegen Kostensenkungen sei der operative Gewinn (EBIT) aber mit rund 40 Millionen Euro stabil geblieben.

Neueinstellungen geplant

Wie Nordex-Sprecher Ralf Peters der Presse sagte, soll bis 2012 ein umfassendes Kostensenkungsprogramm greifen, die Produktion einer Windkraftanlage solle bis dahin um bis zu 15 Prozent billiger werden. Gleichzeitig werde die Zahl der Mitarbeiter bei Nordex weiter erhöht, derzeit seien konzernweit etwa 2.500 Leute beschäftigt. Auf der Hannovermesse (4.-8. April) werde Nordex sein neuestes Produkt vorstellen, ein 6-Megawatt-Anlage für den Einsatz in Offshore-Windparks, kündigte Peters an.

"Arcadis Ost 1" soll 300 Megawatt erzeugen

Das Unternehmen hatte im Mai vergangenen Jahres 40 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft zum Bau des Offshore-Windparks "Arcadis Ost 1" in der Ostsee rund 17 Kilometer nordöstlich von Rügen gekauft. Dort sollen ab 2014 etwa 60 Turbinen mit einer Gesamtleistung mehr als 300 Megawatt arbeiten. Nordex rechne mit einem jährlichen Stromertrag von mehr als 1100 Gigawattstunden. Dies reiche, um etwa 282.000 Haushalte zu versorgen.
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