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Wind

Nordex mit Umsatzrückgang - Ergebnis bleibt stabil

von , am
01.03.2011

Hamburg - Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat wegen der langen Auftragsflaute und des harten Preiskampfs in der Branche im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.

Das erste Halbjahr hat der Windkraftturbinen-Hersteller Nordex mit Verlust abgeschlossen. © Nordex SE
Die Erlöse sanken um rund 18 Prozent auf 972 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Montag in Hamburg mitteilte. Trotzdem konnte das Unternehmen dank Kostensenkungen seinen operativen Gewinn (EBIT) mit 40 Millionen Euro stabil halten. Wie beim dänischen Weltmarktführer Vestas rettete ein starkes Schlussquartal auch bei Nordex die Bilanz.
 
In den letzten drei Monaten des Jahres erwirtschafteten die Norddeutschen mit 358 Millionen Euro rund 40 Prozent ihrer gesamten Erlöse. Das EBIT lag bei 22,6 Millionen und damit 3,5 Millionen Euro über dem Vorjahr.

Belebung des Auftragseingangs

Mut macht dem Unternehmen ein sich belebender Auftragseingang. Die Bestellungen legten im gesamten vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 836 Millionen Euro zu. Ein Großteil der Aufträge ging mit 306 Millionen Euro im Schlussquartal ein. Vor allem in der ersten Jahreshälfte litt die Branche noch unter den Folgen der Wirtschaftskrise, weil sich viele Banken mit der Finanzierung von Windprojekten zurückhielten. Es kam zu Projektverschiebungen.

Prognosen für das laufende Jahr

Vor allem in den USA brach der Windmarkt 2010 um rund die Hälfte ein. Das führte in der gesamten Branche zu einem heftigen Preisdruck. Für das laufende Jahr erwartet Nordex einen Zuwachs bei den Aufträgen um rund 20 Prozent auf etwa eine Milliarden Euro. Der Umsatz soll stabil bleiben. Eine konkrete Angabe zum Ergebnis wagte der Vorstand zunächst nicht. (dpa)
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