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NRWs Bürger wollen den Umstieg

von , am
11.01.2012

Berlin - Eine klare Mehrheit der Bürger Nordrhein-Westfalens wünschen sich den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor.

Wie soll die EEG-Reform aussehen? Die Parteien sind unterschiedlicher Ansicht. © Mühlhausen/landpixel
Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zwischen Juli und August 2011 durchgeführt. Laut AEE befürworten 96 Prozent der Befragten die Umstellung auf erneuerbare Energien und 74 Prozent wünschen sich, dass der Strom ihres Anbieters von dorther stammt. "Zwar ist der regenerative Anteil am Energieverbrauch Nordrhein-Westfalens noch geringer als in anderen Bundesländern, doch die erneuerbaren Energien stehen auch bei den Menschen an Rhein und Ruhr hoch im Kurs", kommentierte der AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer diese Ergebnisse.

Anlagen in Wohnortnähe akzeptiert

Das gelte sogar dann, wenn Anlagen in Wohnortnähe errichtet würden; rund 61 Prozent der Befragten würden Ökostromkraftwerke in ihrer Nachbarschaft "sehr gut" oder "gut" finden. Die Zustimmung für eine Biomasseanlage in der näheren Umgebung liege bei 28 Prozent, für einen Windpark bei 61 Prozent und für einen Solarpark bei 76 Prozent.
 
Dagegen schneide die Stromerzeugung mit Erdgas, Atomkraft und Kohle deutlich schlechter ab. Ein Großteil der Bürger Nordrhein-Westfalens sei bereit, die notwendigen Investitionen für einen Ausbau der erneuerbaren Energien zu tragen: Acht von zehn Befragten würden die aktuelle Förderung in Höhe von 3,5 Cent pro Kilowattstunde für "angemessen" oder "zu niedrig" halten.
 
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