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Erneuerbare Energien

Ökostrom zieht mit Kohlestrom gleich

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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
07.01.2019

Die erneuerbaren Energien haben in Deutschland 2018 erstmals so viel Strom geliefert wie Braun- und Steinkohle.

Der Anteil von Wind, Sonne und weiteren Ökostrom-Quellen an der Gesamtproduktion lag im vergangenen Jahr laut der Denkfabrik Agora Energiewende bei 35,2 Prozent. Die Kohle kam auf den gleichen Wert. Der Öko-Anteil am Stromverbrauch stieg demnach sogar auf 38,2 Prozent. Er liegt etwas höher als bei der Produktion, weil Deutschland auch im vorigen Jahr wieder Strom exportiert hat.

Steinkohle: Deutlicher Rückgang der Stromproduktion

Grund für die Entwicklung ist ein Anstieg der Ökostrom-Menge und insbesondere des Solarstroms, aber zugleich auch ein deutlicher Rückgang bei der Stromproduktion aus Steinkohle. Die Abnahme der Braunkohle-Verstromung nennen die Experten dagegen nur marginal.

CO2-Ausstoß erheblich gesunken

Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) sank im vergangenen Jahr überraschend stark um mehr als 50 Millionen Tonnen oder 5,7 Prozent. Damit war der Treibhausgas-Ausstoß 2018 fast 32 Prozent unter dem Wert von 1990. Ziel Deutschlands ist es, ihn bis 2020 um 40 Prozent zu drücken.

Rückgang hängt vor allem mit mildem Winter zusammen

Der Rückgang im vergangenen Jahr sei aber hauptsächlich auf den milden Winter zurückzuführen, in dem weniger geheizt wurde - und auf ein gesunkenes Produktionsniveau bei den energieintensiven Industrien sowie hohe Preise für Diesel und Benzin, heißt es bei Agora.

Mit Material von dpa

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