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Österreich: Erneuerbare weiter im Aufwind

von , am
22.07.2013

Wien - Der energetische Endverbrauch in Österreich ist um etwa ein Prozent auf 1.103 Petajoule (PJ) gestiegen und hat damit annähernd das Niveau von 2006 (1.109 PJ) erreicht.

Länderöffnungsklausel fällt bei Anhörung im Bundestag durch. © Mühlhausen/landpixel
Eine der Ursachen dafür waren kältere Temperaturen, wodurch die Heizgradsumme um fünf Prozent anstieg. Das haben die Berechnungen der Statistik Austria zur vorläufigen Energiebilanz ergeben.
 
Im Industriesektor stieg der Energieverbrauch um etwa ein Prozent (317 PJ), während der Verkehrsbereich einen Rückgang von etwa 0,5 Prozent (357 Terajoule) verzeichnete. Auch die privaten Haushalte verbrauchten um vier Prozent mehr Energie (272 PJ).

Wind und Solar dominieren

Gemäß dem EEV sank der Kohleanteil um 19 Prozent, bei Erdölprodukten fiel der Rückgang mit zwei Prozent moderater aus. Bei Erdgas und brennbaren Abfällen (jeweils fünf Prozent) sowie erneuerbaren Energieträgern (sieben Prozent) stieg der Endverbrauch (EEV) hingegen an. Der stärkste Produktionsanstieg wurde bei Windkraftwerken und Photovoltaik-Anlagen (+33 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Wasserkraft (+28 Prozent).
 
Die Erzeugung betrug bei Windkraft und Sonnenenergie jedoch nur etwa sieben Prozent im Vergleich zu jener aus Wasserkraft. Dies ist auf die deutlich höheren installierten Kapazitäten bei Wasserkraft - zirka 13 Gigawatt (GW) gegenüber rund 1 GW bei Windkraft - zurückzuführen.

Steigerung um rund ein Prozent

Aufgrund der Normalisierung laut Berechnungsvorschriften der EU-Richtlinie 2009/28/EG ergab sich für 2012 nur ein moderater Anstieg (ein Prozent) der anrechenbaren Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie). 2012 betrug die Erzeugung aus Erneuerbaren rund 65 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Österreich.
 
Der Anstieg des Endverbrauchs von Fernwärme (+ fünf Prozent) entsprach ungefähr der Entwicklung der Heizgradsumme. Die Produktion von Fernwärme aus Erneuerbaren (Biomasse, Erd- und Solarwärme) betrug 2012 rund 49 Prozent der Gesamterzeugung. Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie (am Bruttoendenergieverbrauch gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen) lag im Jahr 2012 bei 32 Prozent und erhöhte sich somit gegenüber 2011 um etwa ein Prozent.
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