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Biomasse

Pelletheizung: Gute Bedingungen für Umstieg

© Thorben Wengert/pixelio
von , am
16.08.2014

Berlin - Ab 2015 gelten für Pelletheizungen strengere Anforderungen und teurere Messungen. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband rät Verbrauchern noch 2014 auf Pellets umzusteigen.

Laut Depv haben Pelletheizer einen langjährigen Preisvorteil von Pellets gegenüber Öl von rund 25 Prozent (langjähriges Mittel). © DEPV
Wer noch bis 31.12.2014 auf eine Pelletheizung umstellt, senkt nach Rat des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV), nicht nur schneller seine Heizkosten. Zusätzlich entfalle bei diesen Neuanlagen über die gesamte Betriebsdauer der Heizung die teurere Messung im Heizungskeller. Diese ist für Anlagen, die ab 1.1.2015 installiert werden, nach 2. Stufe der 1. BImSchV, Bundes-Immissionsschutzverordnungen, Pflicht.

Grenzwert für Feinstaub auf 20 Milligramm

DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele sagt: "Auch wenn aktuelle Pelletheizungen bereits den strengeren Ansprüchen im kommenden Jahr gerecht werden, raten wir Interessenten, ihre neue Heizung noch 2014 installieren zu lassen: Bei Anlagen, die ab 1.1.2015 ein-gebaut werden, müssen die Schornsteinfeger nämlich eine aufwändigere und damit auch teurere Feinstaubmessung vornehmen.“
 
In Deutschland werden die Anforderungen an die Luftreinhaltung von der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) geregelt. Im März 2010 ist die aktuelle Fassung mit ihrer 1. Stufe in Kraft getreten. Für Pelletheizungen heißt das, dass seitdem in Betrieb genommene Anlagen bei einer vor Ort vom Schornsteinfeger vorgenommenen Messung einen Grenzwert von 60 Milligramm (mg) Feinstaub einhalten müssen. Am 1.1.2015 verschärft sich dieser Wert nach Berichten des Depv auf 20 mg. Noch in diesem Jahr in Betrieb genommene Heizungen werden während der gesamten Betriebszeit der Anlage nach den Vorgaben der 1. Stufe gemessen.

Austausch bringt bis zu 2.400 Euro

Für den Heizungstausch sprechen aus Sicht des DEPV noch weitere Gründe: Neben den Förderbedingungen durch das Marktanreizprogramm (MAP), bei dem der Austausch einer alten fossilen Heizung durch eine neue Pelletheizung mit mindestens 2.400 Euro bezuschusst werde, hätten Pelletheizer einen langjährigen Preisvorteil von Pellets gegenüber Öl. Der betrug nach Berechnung des Verbandes im zehnjährigen Mittel rund 25 Prozent. Hinzukommt, moderne Biomasseheizungen würden die Luft reinhalten.
 
Eine Förderung für den Einbau von Pelletfeuerungen über das Marktanreizprogramm gebe es bereits seit 1.1.2014 nur für Anlagen, die die Grenzwerte der 2. Stufe für Feinstaub und CO nachweisen können (für CO-Emissionen 200mg/m³ und für Staubemissionen 20mg/m³). 
 
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