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Photovoltaik: Das sind die aktuellen Vergütungssätze

von , am
08.07.2015

Ab 2016 gibt es nur noch für Anlagen bis 100 kWp eine feste Einspeisevergütung. Für Juli bis September 2015 hast die Bundesetzagentur jetzt die aktuellen Vergütungssätze veröffentlicht.

Mehrere technisch eigenständige PV-Anlagen können vergütungsrechtlich als eine Gesamtanlage gelten. © landpixel
Das im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 festgelegte Ziel eines Zubaus von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 2.400 bis 2.600 Megawattpeak (MWp) pro Kalenderjahr wurde in den letzten zwölf Monaten (Juni 2014 bis Mai 2015) mit einer tatsächlichen installierten Leistung von 1.580,5 MWp unterschritten. Für den Zeitraum von Juli bis September 2015 beträgt die monatliche Degression 0,25 Prozent. Die gesetzlich vorgesehene Degression von 0,5 Prozent würde nur dann greifen, wenn der tatsächliche Ausbau der letzten zwölf Monate innerhalb des Zielkorridors gelegen hätte. Durch die Unterschreitung jedoch, wird die monatliche Absenkung angepasst und fällt daher geringer aus.

Vergütungssätze ohne Direktvermarktung

In der Tabelle sind die Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen, welche von Juli bis September 2015 in Betrieb genommen werden, und nicht an der Direktvermarktung teilnehmen, dargestellt (EEG 2014 § 51):

Stromvergütung über einen Direktvermarkter an der Börse

Entscheidet sich der Anlagenbetreiber, den Strom direkt zu vermarkten, erhöht sich die Einspeisevergütung jeweils um 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Bei allen Anlagen mit einer installierten Leistung von über 500 kWp muss der Strom zwingend direkt vermarktet werden und es wird keine feste Einspeisevergütung gezahlt. Für Anlagen, welche den Strom über einen Direktvermarkter an der Börse verkaufen, gelten die Werte in der Abbildung. Diese unterliegen ebenso der Degression von 0,25 Prozent.

Ab 500 Kilowatt ist Stromdirektvermarktung Pflicht

Seit August 2014 gilt für alle Photovoltaik-Anlagen über 500 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) eine Pflicht zur Stromdirektvermarktung. Bei der Stromdirektvermarktung wird der Strom nicht gegen eine feste Einspeisevergütung an den Netzbetreiber verkauft, sondern über einen Stromhändler zum aktuellen Marktpreis an der Börse verkauft. Gefördert wird die Direktvermarktung durch das "Marktprämienmodell": Zusätzlich zum Monatsmarktwert erhält der Anlagenbetreiber eine Marktprämie, sodass insgesamt ein Erlös in Höhe der regulären Einspeisevergütung zuzüglich 0,4 ct/kWh erreicht wird. Ab dem Jahr 2016 müssen alle neuen Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von über 100 kWp den produzierten Strom direkt vermarkten. Eine feste Einspeisevergütung gibt es dann nur noch für Anlagen bis 100 kWp.
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