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Kommentar

Photovoltaikanlage: Netzbetreiber blockieren Anschluss ans Stromnetz

Zweirichtungs-Stromzähler für eine Photovoltaikanlage wird installiert
am Dienstag, 20.09.2022 - 09:00

Wer in Deutschland eine Photovoltaikanlage installieren will, braucht zwei Dinge: starke Nerven und einen Rechtsanwalt. Energie-Experte Rouven Zietz erklärt woran das liegt.

Jeder, der eine PV-Anlage auf seinem Haus- oder Stalldach installieren will, ist privilegiert, wie es im Juristendeutsch heißt. Bedeutet: Der Netzbetreiber muss die Anlage ans Stromnetz anschließen – ob er will oder nicht. Seit mehr als 20 Jahren ist dieses Privileg gültig. Grundlage dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Jahr 2000 in Kraft getreten ist.

In der Praxis torpedieren die Netzbetreiber häufig dieses Recht. 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW lehnten in den vergangenen Jahren viele kleinere Anlagen ab. Die Begründung: Das Netz sei bereits mit zu viel erneuerbarem Strom überlastet. In so einem Fall brauchen motivierte Sonnenstrominvestoren einen Rechtsanwalt, um am Ende ihre Anlage doch noch ans Netz zu bekommen.

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Unser Energie-Experte sieht aber durchaus auch positive Entwicklungen im Bereich Photovoltaik. Welche das sind, lesen Sie in der digitalen Ausgabe von agrarheute.

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