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Heizkosten

Preisanstieg bei Pellets: Sollten Landwirte jetzt auf Vorrat kaufen?

Holzpellets liegen in einem Behälter
am Freitag, 24.12.2021 - 05:00 (1 Kommentar)

Pelletspreise sind zuletzt noch teurer geworden - im Dezember 2021 ist der prozentuale Anstieg erstmals zweistellig. Woran liegt das und wie geht es für Landwirte mit Pelletheizungen nun weiter?

Pellets kosten bei Lieferung von 6 t im Bundesdurchschnitt rund 303 Euro/t, berichtet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI). Das sei eine Steigerung von 13,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und von 30 Prozent zu Dezember 2020. Eine Entspannung der Situation sei zum Ende des ersten Quartals 2022 zu erwarten. Zudem könne es witterungsbedingt im Winter zu längeren Lieferzeiten kommen.

Holzmarkt bringt unübliche Preisentwicklung

Grafik über Preisentwicklung von Holzpellets

„Der Verlauf des Pelletspreises ist im Rückblick der letzten Jahre ausgeglichen und berechenbar“, berichtet Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut. „Die durchschnittliche jährliche Preissteigerung liegt von 2012 bis 2021 bei nur 0,24 Prozent; inflationsbereinigt ist sogar ein Preisrückgang von 1,44 Prozent zu verzeichnen.“ Der aktuelle Anstieg sei jedoch nicht saisonüblich oder nachfragebedingt, sondern durch die Verteuerungen des Holz-Rohstoffs an den internationalen Holzmärkten begründet.

Trotz regionaler Unterschiede: Kaufempfehlung erst im Frühling

Beim Pelletspreis ergeben sich im Dezember 2021 regional folgende Unterschiede (Abnahme 6 t): In Mitteldeutschland kosten Pellets rund 294 Euro/t und seien dort wie schon im Vormonat am günstigsten. In Nord-/Ostdeutschland beträgt der durchschnittliche Preis knapp 303 Euro/t, in Süddeutschland knapp 306 Euro/t. Größere Mengen (26 t) werden im Dezember 2021 zu folgenden Konditionen (gerundet) gehandelt: Süd: 297 Euro/t, Mitte: 278 Euro/t, Nord/Ost: 289 Euro/t (alle inkl. MwSt.).

„Erfahrene Betreiber von Pelletheizungen handeln preisorientiert und warten mit der Bevorratung daher bis zum Frühling, um dann von den Einlagerungsaktionen des Handels zu profitieren“, erklärt Bentele.

Bleibt es beim Preisvorteil gegenüber fossilen Energieträgern?

Grafik über Preisvorteil von Holzpellets

Dennoch halten die Holzpresslinge ihren deutlichen Preisvorteil gegenüber den fossilen Energieträgern Gas (rund 33 Prozent) und Öl (rund 26 Prozent), so das DEPI. Ein Kilo Pellets kostet rund 30 Cent, die kWh Wärme 6 Cent.

Der DEPI-Pelletspreis wird seit 2011 monatlich veröffentlicht, bis Dezember 2020 vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Dort ist ein DEPV-Pelletspreis für Lieferverträge (netto) abrufbar. In der aktuellen Situation sei es besonders empfehlenswert, auf qualifizierte Händler zu setzen, wie sie auf der Webseite www.enplus-pellets.de gelistet sind.

Mit Material von DEPI

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